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Umland Lehrte Nachrichten „Miteinander ist vorbildlich“
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19:19 14.10.2014
Von Gerko Naumann
Das neue Führungstrio der Feuerwehr: Thomas Meine (von links), Thomas Grun und Thorsten Eckert. Quelle: Gerko Naumann
Müllingen/Wirringen

Die Tagesordnung klang dramatisch. „Auflösungen der Ortsfeuerwehren Müllingen und Wirringen“ war darauf zu lesen. Die Einwohner der beiden kleinen Ortschaften brauchen sich aber auch weiterhin keine Sorgen um ihre Sicherheit zu machen. Nur wenige Augenblicke nach der Auflösung beschlossen die Verantwortlichen nämlich eine Neugründung. Ab dem 1. Januar 2015 fusionieren die Feuerwehren beider Orte zur Feuerwehr Müllingen-Wirringen. Unter den Aktiven hat sich im Sprachgebrauch aber bereits der deutlich kürzere Spitzname „Müwi“ durchgesetzt, verriet Tim Herrmann, Sprecher der Sehnder Stadtfeuerwehr.

Und da eine neue Ortsfeuerwehr einen neuen Ortsbrandmeister braucht, standen bei der Versammlung Wahlen an. Zum gemeinsamen Chef der Feuerwehr Müllingen-Wirringen wurde Thomas Grun gewählt. Er hatte bislang bereits die Leitung der Müllinger Abteilung inne. Seine gleichberechtigten Stellvertreter heißen Thorsten Eckert und Thomas Meine. Dass Eckert aus Müllingen stammt und Meine aus Wirringen, ist kein Zufall, betonte Herrmann: „In der Satzung steht, dass jeweils einer der Stellvertreter aus Müllingen und Wirringen kommen muss.“ Der bisherige Wirringer Ortsbrandmeister Frank Donatz trat nicht wieder zur Wahl an.

Dem letztlich nur noch bürokratischen Akt zur Fusion der Ortsfeuerwehren waren lange Diskussionen vorausgegangen. „Vor allem ältere Feuerwehrleute hatten ein Problem damit, dass es in ihrem Ort keine eigenständige Abteilung mehr gibt“, sagte Herrmann. Diese Vorbehalte seien aber spätestens widerlegt, seitdem Helfer beider Feuerwehren gemeinsam beim Bau des neuen Gerätehauses angepackt haben. „Es ist eines der modernsten Feuerwehrhäuser in Sehnde. Das Miteinander war und ist vorbildlich“, sagte der Sehnder Feuerwehrsprecher. Das sieht Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing ähnlich. Er bezeichnete die Entscheidung zur Fusion als „richtigen Schritt und positives Signal“. Die Wirringer Abteilung hatte zuletzt nur noch elf aktive Feuerwehrleute und wäre im Notfall nicht mehr allein einsatzfähig gewesen.

Das kann in den beiden Dörfern nun auf absehbare Zeit nicht passieren, sagte Herrmann: „Wir haben das Personal gebündelt und ziehen künftig an einem Strang.“ Passend dazu wurden vier Freiwillige in die Feuerwehr aufgenommen, die die Einsatzabteilung künftig verstärken werden: Ronny Hantrich, Kristin Lotsch, Kai Schröder und Karsten Brinkmann.

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