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Nachrichten 35-Jähriger bei schwerem Lkw-Unfall auf A2 getötet
Umland Lehrte Nachrichten 35-Jähriger bei schwerem Lkw-Unfall auf A2 getötet
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20:01 19.01.2018
Schwerer Unfall auf der A2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte.
Schwerer Unfall auf der A2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte. Quelle: Heidrich
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Hannover

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 in Richtung Berlin ist am Freitag ein 35-jähriger Fernfahrer ums Leben gekommen. Es ist bereits das dritte Mal in diesem Jahr, dass es nach einem Unfall auf der wichtigen Ost-West-Strecke im hannoverschen Bereich einen Toten zu beklagen gibt. Am 8. Januar kam ein 44-jähriger Fernfahrer zwischen Hämelerwald und Lehrte-Ost ums Leben. Am 16. Januar verunglückte eine 27-jährige mit ihrem Auto bei Wunstorf-Kolenfeld. Sie erlag zwei Tage später ihren schweren Verletzungen. Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) will die Situation auf der A 2 so schnell wie möglich entschärfen: „Die Landesregierung will ein Verkehrssicherheitskonzept vorlegen, mit dem sich die Zahl der Lkw-Unfälle verringern lässt – das betrifft vor allem die A 2“, sagte er.

Am Freitag hatte der 35 Jahre alter Lastwagenfahrer kurz vor 11 Uhr ein Stauende zwischen dem Autobahnkreuz Hannover-Ost und der Abfahrt Lehrte übersehen. Er fuhr auf den abbremsenden Sattelzug eines 62-Jährigen auf. Dabei wurde die Fahrerkabine des auffahrenden Lastwagens zerstört, für den 35-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Eine Person ist bei dem schweren Lkw-Unfall auf der A2 zwischen dem Kreuz Hannover-Ost und Lehrte ums Leben gekommen.

Der Sattelzug des 62-Jährigen wurde bei dem Unfall auf einen davor stehenden Autotransporter geschoben, der wiederum einen stehenden Mazda rammte. Während die beiden anderen Lastwagenfahrer unverletzt blieben, trug die 50-jährige Autofahrerin leichte Verletzungen davon. Die Autobahn war bis 14.30 Uhr in Richtung Berlin voll gesperrt, danach war zumindest eine Fahrspur wieder nutzbar. Es kam dennoch zu langenStaus. Insgesamt ist bei dem Unfall ein Schaden von rund 215.000 Euro entstanden. 

Im Verkehrsministerium wartet man unterdessen mit Spannung auf ein Gutachten zur Gesamtkonzeption A 2. Es soll im Februar vorgelegt werden. Wie aus einer Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Dirk Toepffer und Hans-Joachim Deneke-Jöhrens vom 21. September 2017 an die damalige Landesregierung hervor geht, war die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit der Einholung dieses Gutachtens beauftragt worden. Dazu hatte die Behörde im Oktober einen „externen Dienstleister“ eingeschaltet. Ziel des Gesamtkonzeptes soll die „Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der A 2“ und die „Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses“ durch ein „optimiertes und effizientes Arbeitsstellenmanagement“, sein. Nach Ansicht von Verkehrsminister Althusmann ist auch die Bundesregierung gefragt, wenn es um die Lösung der Probleme auf der A 2 geht: „Wir müssen gemeinsam mit dem Bund erreichen, dass Baustellen flexibler eingerichtet und schneller wieder aufgehoben werden“, sagt der Minister.

Von Tobias Morchner