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Umland Lehrte Nachrichten Vatertagstour extrem: Baum gefällt und angekokelt
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00:42 17.05.2018
Ein Einkaufswagen, ein Leitpfosten, jede Menge Müll und Flaschen: All das trugen Björn Bähre und seine Mitstreiter aus dem Areal bei Zytanien zusammen. Quelle: privat
Immensen

Müllmassen verteilt auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern, ein gefällter und im Lagerfeuer angekokelter Baum:  Scheinbar völlig aus den Ruder gelaufen ist eine Vatertagstour an den Teichen zwischen der ehemaligen Ziegelei Zytanien und der A2 südlich von Immensen. „Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde“, sagt  Ortsratsmitglied Björn Bähre entsetzt: „Das Menschen ihren Müll einfach so in die Gegend werfen. Oder dass sie bewusst eine Axt mitnehmen und Bäume fällen.“

Lagerfeuer mit ganzen Bäumen: So hemmungslos waren die Unbekannten zugange Quelle: privat

Bähre war erst ein paar Tage nach Himmelfahrt von einer Familie auf den Müll- und Umweltfrevel hingewiesen worten. Diese hatte am Sonnabend die Natur genießen wollten und dabei den Unrat entdeckt. „Wir haben anschließend mit fünf Leuten den Müll zusammengesucht“, sagt Bähre. Allein 20 Schnapsflaschen, mehrere Tüten voller Müll, einen Einkaufswagen, einen kaputten Bollerwagen und einen Leitpfosten trugen die Sammler zusammen. „Ich bin oft hier und habe auch schon das eine oder andere Mal ein wenig Müll gefunden. Aber so schlimm war es noch nie“, beteuert der Immenser. 

Als absolute Krönung im negativen Sinne empfindet Bähre jedoch, dass die Ausflügler sich an zwei am Ufer eines Teiches gewachsenen Bäumen zu schaffen machten: „Von einem haben sie die starken Äste abgetrennt, den zweiten haben sie komplett gefällt. Der war sechs bis sieben Meter lang, mit einem Stammdurchmesser von bestimmt zehn Zentimetern. Den macht man nicht einfach mit einem Taschenmesser ab.“ Äste und Stamm ließen die Umweltsünder angekokelt in den Resten ihres Lagerfeuers zurück. „Weil es sich um frisches Holz handelte, brannte das natürlich nicht gut“, sagt Bähre

Die Stadt Lehrte kennt den Vorfall bei Immensen. „Wir haben uns mit dem Besitzer des Grundstücks in Verbindung gesetzt. Und er hat gemeinsam mit unseren Mitarbeitern alles aufgeräumt“, sagt Sprecherin Nele Domin. Dabei hätten sich aber keine Hinweise auf die Verursacher ergeben. „Grundsätzlich sind wir natürlich sehr daran interessiert, die Täter zu ermitteln“, sagt sie. Diesen erwarte für das illegale Müllentsorgen eine Geldstrafe. „Wie hoch die ist,  liegt im Ermessenspielraum“, sagt Domin. Sollte der Baum wirklich gefällt und nicht schon vor Himmelfahrt einem Windbruch zum Ofer gefallen sein, könnte das zusätzlich ein Fall für die Umweltbehörden bei der Region Hannover sein. 

Erst feiern, dann aufräumen

Im Freien feiern, dabei Spaß haben und dennoch rücksichtsvoll mit der Natur umgehen ist durchaus möglich, meint Björn Bähre. Das beweise alle Jahre wieder das Zytanienfestival, das nur wenige hundert Meter vom Schauplatz des Umweltfrevels mit hunderten Besuchern über die Bühne geht. Zwar liege auch auf Zytanien während des Festivals mitunter allerhand Müll in der Gegend herum. Doch spätestens nach einer Woche sei dann sämtlicher Unrat wieder verschwunden. Auch im Nachgang zum Vatertag könne es so funktionieren, meint Bähre. So seien ihm während seiner Müllsammelaktion drei Jugendliche begegnet: „Die sagten, sie wären an anderer Stelle unterwegs gewesen und wollten jetzt dort aufräumen“. ks

Von Sandra Köhler

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