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10:15 25.10.2017
Treffen mit Umweltminister Stefan Wenzel (Zweiter von rechts) und der SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann (Zweite von links): Die BI-Mitglieder Andreas Hornburg (von links), Sprecher Cedric Bätje sowie Barbara Hornburg. Quelle: privat
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Sehnde

BI-Sprecher Cedric Bätje ist dennoch zufrieden. "Wir wurden im Ministerium wahrgenommen, das ist sehr positiv." Zudem sei bereits vereinbart worden, sich zu einem weiteren Gespräch zu treffen, da bei Weitem nicht alle Fragen beantwortet wurden. Diese soll im Vorfeld schriftlich geschehen. "Dann erhoffen wir uns auch konkretere Aussagen", sagt Bätje.

Grundsätzlich habe Wenzel nur erklärt, dass das Wasser aus dem Atomendlager Asse raus müsse - worüber sich alle Beteiligten einig sind. Warum ausgerechnet nach Sehnde, beantwortete der Umweltminister nicht. Er berief sich darauf, dass nicht er, sondern das Wirtschaftsministerium sowie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie zuständig seien. Dabei werde nach Bergrecht entschieden, in das er nicht eingreifen könne.

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Einigen Fragen sei Wenzel auch ausgewichen - etwa, warum das Assewasser im Berg als Abfall gelte, nicht jedoch bei der Anlieferung. "Er hat den Widerspruch aber anerkannt", sagt Bätje. Und auf die Frage, warum belastetes Wasser in einem Wohngebiet entsorgt werde, habe Wenzel auf die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte verwiesen.

Bei dem Gespräch war auch der Präsident des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie, Andreas Sikorski, anwesend. Er bestätigte die bekannte Tatsache, dass das Unternehmen K+S einen Antrag auf Einleitung des Assewassers gestellt habe, betonte aber, dass Sehnde nur eine Option von mehreren sei. Die ebenfalls anwesende Sehnder SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann, die das Gespräch mit einer Anfrage im Landtag initiiert hatte, kündigte daraufhin an, dass sie beim Landesamt einen Antrag auf Einsicht in die Verträge stellen wolle.

Von Oliver Kühn

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