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Lehrte Band geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum
Umland Lehrte Band geht auf Tuchfühlung mit dem Publikum
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00:16 14.11.2018
Bluesharp-Legende Paul Lamb (rechts) gastiert mit seiner Band im Fachwerkhaus. Quelle: Michael Schütz
Lehrte

Man muss es schon zugeben: Die altehrwürdige Royal Albert Hall am Kensington Park in London ist gegenüber dem Fachwerkhaus in Lehrte sicher als Konzerthalle vorzuziehen. Aber nichtsdestotrotz war am Sonnabendabend eine Band am Schützenplatz zu Gast, die in eben jener Albert Hall ihre aktuelle CD aufgenommen hat. Kein Geringerer als Paul Lamb war mit seinen King Snakes nach Lehrte gekommen, um diese Platte vorzustellen. Der 63-jährige Engländer ist sicherlich einer der besten Bluesharp-Spieler und nicht zu unrecht in die British Blues Award Hall of Fame aufgenommen worden.

„Wir wollten ihn unbedingt nach Lehrte holen“, ließ Jens Veenhuis vom veranstaltenden Verein Blues in Lehrte Hochachtung für Lamb durchscheinen. Und tatsächlich verlängerte die Band ihre derzeitige Tour um einen Tag für die Reise nach Lehrte. Für den Auftritt verließ der Verein sogar sein angestammtes Konzertquartier im Anderen Kino und ging ins Fachwerkhaus, denn am Sedanplatz machte eine andere Veranstaltung ein Konzert unmöglich.

Im Fachwerkhaus wurden, wie bei Konzerten im Kino üblich, die Stühle abgeräumt, sodass einem intensiven Konzert nichts im Weg stand. Und eben intensiv ging es los, denn Lamb ließ mit seiner Mundharmonika einen ganzen Zug bei Ray Charles’ „I Got a Woman“ einfahren. Die rund 100 Besucher waren schnell auf Betriebstemperatur.

Lamb ist eindeutig die zentrale Figur in der Band, aber das bedeutete nicht, dass seine musikalischen Begleiter im Fachwerkhaus ein Schattendasein fristeten. Mit Rhythmusgitarrist und Sänger Chad Strentz hat Lamb einen kongenialen Partner und Sänger an der Seite. Besondere Glanzlichter verstand Pauls Sohn Ryan Lamb zu setzen, der ein großartiges Solo nach dem anderen auf seiner Gitarre hervorzauberte – nachdem er am Anfang einen etwas holprigen Start hinlegte, den er aber beeindruckend wieder wettmachte.

Papa Paul nutzte das Fehlen einer Bühne, um in Clubathmosphäre auf Tuchfühlung zum Publikum zu gehen. Der Funke sprang schnell über, sodass sich die Briten nach zwei Stunden viel Applaus abholen konnten.

Von Michael Schütz

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