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Lehrte Stadt Lehrte bittet um Wasser für ihre Bäume
Umland Lehrte Stadt Lehrte bittet um Wasser für ihre Bäume
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15:37 24.07.2018
150 bis 300 Liter Wasser für jeden jungen Baum: Alexander Wille und seine Kollegen vom Lehrter Baubetriebshof haben in diesem heißen und trockenen Sommer alle Hände voll zu tun, um die städtischen Grünanlagen zu bewässern. Quelle: Achim Gückel
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Lehrte

Dieser Sommer ist so heiß und außergewöhnlich trocken, dass die Stadt Lehrte jetzt einen bislang einzigartigen Hilferuf startet. In einer Mitteilung bittet sie Grundstückseigentümer, bei der Bewässerung nicht allein an die eigenen Bäume, Büsche und Rabatten zu denken. Die Bürger sollen vielmehr auch benachbarte städtische Bäume und Grünflächen berücksichtigen und ihnen Wasser spendieren. Die Lehrter können dabei sogar eine Art Patenschaft für die Bewässerung einzelner junger Bäume übernehmen. „Denn allein kommen wir nicht mehr gegen die Trockenheit an“, sagt Jürgen Suchopar, Leiter des städtischen Baubetriebshofs.

In der Tat ist in Lehrte bereits seit Ende April kaum mehr Regen gefallen. Bäume könnten zwar eine recht lange Periode der Trockenheit gut überstehen, aber mittlerweile werde die Lage kritisch, meint Suchopar. Daher hat er bereits vor 14 Tagen eine sechsköpfige Truppe von Mitarbeitern abgestellt, die für nichts anderes mehr zuständig ist, als von montags bis freitags die öffentlichen Grünflächen und Bäume in Lehrte zu wässern. „Und wir werden jetzt auch den Sonnabend noch dazu nehmen müssen“, sagt Suchopar und weist auf die Wetterprognosen hin, die weiterhin Hitze und Trockenheit voraussagen.

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Bei ihren Wässerungen mit Tankwagen und dickem Schlauch widmen sich die Mitarbeiter vom Betriebshof insbesondere den jungen Bäumen, die erst in den vergangenen Jahren an Straßen oder auf Grünflächen gesetzt wurden. Diese haben noch nicht so ausgeprägte und tief reichende Wurzeln und brauchen daher am dringendsten Wasser. Solche jungen Bäume stehen unter anderem in Ahlten sowie an der erst unlängst sanierten Manskestraße oder der Stackmannstraße in der Kernstadt. Gerade dort hofft die Stadt nun auf Bürger, die die jungen Bäume regelmäßig wässern. Wer das machen möchte, sollte sich aber beim Baubetriebshof unter Telefon (05132) 8303055 melden und genau angeben, um welchen Baum oder welche Grünfläche es sich handelt.

Die Mitarbeiter der Stadt würden sich freuen, wenn sie Hilfe beim Bewässern bekämen. Allein 120 junge, von der Trockenheit besonders gefährdete Bäume haben sie auf ihrer Liste. 150 bis 300 Liter Wasser bekommt jeder einzelne Baum täglich. Und laut Suchopar gibt es kaum eine heimische Baumart, die nicht unter der aktuellen Trockenheit leidet. Bei Linden oder Birken werde das mittlerweile auch deutlich sichtbar. Sie werfen bereits Blätter ab, und ihre Rinden reißen auf.

Besonderes Augenmerk müsse der Betriebshof aber auf die hochwertigsten Bäume legen. betont Suchopar – etwa auf junge Eichen. Denn im Schnitt koste es rund 1200 Euro, einen neuen Baum für öffentliche Flächen anzuschaffen und zu setzen.

Von Achim Gückel