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Lehrte Feuerwehr: Stadt schreibt zwei Stellen aus
Umland Lehrte Feuerwehr: Stadt schreibt zwei Stellen aus
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17:00 20.01.2019
Hauptamtliche Gerätewarte sollen her: Die Lehrter Feuerwehr soll mit dem Einsatz von Profis langfristig einsatzfähig bleiben -insbesondere bei Tageseinsätzen mit hohem Personalbedarf wie unlängst bei der Evakuierung und Sperrung von Teilen der Burgdorfer Straße wegen Gasgeruchs. Quelle: Achim Gückel (Archiv)
Lehrte

Wenn die neue, noch im Bau befindliche Feuerwache an der Schützenstraße fertig ist, sollen dort verstärkt hauptamtliche Kräfte zum Einsatz kommen. Die Stadt hat jetzt zwei Stellen für Feuerwehrgerätewarte ausgeschrieben. Um deren künftige Ausgaben geht es jetzt in politischen Gesprächen. Die Lister der Anforderungen umfasst zwölf Punkte. Ziel der Professionalisierung bei der Lehrter Feuerwehr ist es unter anderem, die sogenannte Tagesalarmbereitschaft langfristig zu sichern. Das war Lehrte bereits im Jahr 2012 von einem Gutachter ans Herz gelegt worden. Denn mitunter fehlen tagsüber Einsatzkräfte, um insbesondere kleinere Einsätze abzuarbeiten.

Laut Brandschutzgesetz ist jede Kommune verpflichtet, sowohl eine Feuerwehr zu unterhalten als auch deren Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Doch laut Gutachten von 2012 hapert es in Lehrte zwischen 6 und 17 Uhr mit der Tagesalarmbereitschaft. Derzeit seien auf Grund der personellen Situation die meisten Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet nicht mehr in der Lage, „die Schutzziele tagsüber mit eigenen Kräften sicherzustellen“, heißt es. Insbesondere bei den Atemschutzgeräteträgern gebe es Engpässe, heißt es in der bald sieben Jahre alten Expertise.

Die Situation hat sich seit 2012 offenbar noch verschlechtert. Das stellten jedenfalls die Lehrter Ortsbrandmeister im September 2018 in einem Positionspapier fest. Mehrfach sei es vorgekommen, dass Ortsfeuerwehren wegen Personalmangels nicht ausrücken konnten. „Dass Fahrzeuge deutlich unterbesetzt abrücken, ist tagsüber mittlerweile Standard in der Stadt Lehrte“, heißt es in dem Papier der Feuerwehrchefs. Selbst die Alarmierung von drei Löschzügen gewährleiste nicht mehr, dass ausreichend Personal zur Verfügung stehe, um einen Löschzug komplett zu besetzen. Und dies gelte für alle Ortsteile. „Um gegenzusteuern, alarmieren wir mehr Kräfte, als wir eigentlich brauchen“, sagt Stadtbrandmeister Jörg Posenauer

Bis zum Zeitpunkt, an dem die neue Feuerwache vollständig in Betrieb ist, also in voraussichtlich anderthalb Jahren, sollen nun so viele Gerätewarte eingestellt werden, dass sie mit dem hauptamtlichen Leiter der Wache eine komplette Einsatzstaffel bilden. Sie sollen eine durchgängige Wachbereitschaft zwischen 7 und 17 Uhr gewährleistet und damit die ehrenamtlichen Feuerwehrleute entlastet. Die dafür erforderlichen zehn Planstellen seien in den Stellenplänen für die 2013, 2018 und 2019 zum Teil bereits ausgewiesen, heißt es in einem Papier der Stadt vom Dezember: „Die Ausweisung der restlichen Stellen soll mit Blick auf Baufertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Wache im Stellenplan für das Jahr 2020 erfolgen.“

Aktuell verfügt die Feuerwehr Lehrte über zwei hauptamtliche Gerätewarte, zwei weitere folgen nun nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens. „Es gibt mehrere Bewerbungen“, sagt Posenauer. Die Anforderungen sind hoch. Denn neben der Tagesbereitschaft, der Übernahme von Bereitschaftsdiensten und Verwaltungstätigkeiten werden auch die Pflege, Wartung und Instandhaltung von Ausrüstung und Fahrzeugen der Feuerwehr und des städtischen Bauhofs zu den Aufgaben der Gerätewarte gehören. Daher sollten Bewerber eine Berufsausbildung etwa in der Kraftfahrzeugmechatronik oder in ähnlichen Bereichen vorweisen können. Zudem müssen die Bewerber bereit sein, Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr zu werden, sich zum Einsatz als Atemschutzgeräteträger eignen und eine Ausbildung als Truppführer, sowie ausreichende Führerscheine vorweisen können. Im Stellenplan der Stadt sind sie mit Kosten von jeweils etwa 50.000 Euro pro Jahr veranschlagt.

Neben den aktuell ausgeschriebenen Stellen seien zwei weitere bereits mit Vorbehalt im Stellenplan ausgewiesen, sagt Posenauer. Er denke, dass diese noch in diesem Jahr besetzt werden. „Ich hoffe, dass bis Mitte oder Ende nächsten Jahres alle notwendigen Einstellungen erfolgt sind“, sagt Posenauer.

Von Sandra Köhler

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