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Lehrte TSV wünscht sich B-Platz für Fußballer
Umland Lehrte TSV wünscht sich B-Platz für Fußballer
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00:15 01.12.2018
Zwischen dem vorhandenen Sportplatz und der Sporthalle in Sievershausen soll ein B-Platz entstehen, wünschen sich der TSV und der Ortsrat. Quelle: Achim Gückel
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Sievershausen

Der TSV Sievershausen hätte für seine Fußballer gern einen B-Platz. Dieser könnte halb so groß wie ein Sportplatz sein und auf der Grünfläche zwischen Walter-Kolb-Turnhalle und Sportanlage am Schmiedeweg entstehen.

„Mit dieser Idee gehen wir schon seit Jahren schwanger, jetzt muss endlich etwas passieren, zumal unser Verein außer dem TuS Röddensen der einzige im Stadtgebiet Lehrte ist, der keinen eigenen B-Platz hat“, betont TSV-Vorsitzender Jörg Schwieger. Dem Verein fehlten Flächen zum Training und zum Aufwärmen, sagt er. Dafür hatten die Fußballer bisher besagte Grünfläche zwischen Turnhalle und Sportanlage genutzt - und zwar dann, wenn der benachbarte A-Platz wegen schlechten Wetters geschont werden musste oder nicht bespielbar war.

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Seit Anfang September können die Fußballer die Grünfläche nun jedoch nicht mehr nutzen. „Die Fläche ist total uneben, von Maulwurfshügeln übersät, da besteht höchste Verletzungsgefahr“, erklärt Schwieger. Auch vor dem Hintergrund des bekannten Bolzplatzurteils könnten die Fußballer dort nicht mehr spielen und müssten stattdessen Soccerhallen und Kunstrasenplätze in der Umgebung anmieten. „Das würde für unseren Verein zusätzlich finanziell belasten und sicher auch dazu führen, dass wir für Spieler unattraktiv werden“, meint Schwieger.

Der Verein hatte sich mit seinem Problem im September an die Stadtverwaltung gewandt und entweder eine Begradigung der Fläche oder die Errichtung eines B-Platzes gefordert. Die Begradigung hatte die Stadt abgelehnt. Der Großteil des Rasens sei kein Sportrasen im eigentlichen Sinne, sondern wegen der vielen Unebenheiten eher eine Wiese. Der Bauhof sei weder personell noch maschinell in der Lage, diese Fläche zu begradigen, hatte es im Oktober in der Antwortmail an den Verein geheißen. Abhilfe könnte laut Verwaltung jedoch ein B-Platz schaffen. Dieser könne frühestens für 2020 angemeldet werden und dürfe vermutlich rund 100.000 Euro kosten.

„Der B-Platz ist unsere einzige Möglichkeit – an der Finanzierung kann sich unser Verein aber nicht beteiligen“, betont Schwieger. Für den Verein würde als B-Platz eine Fläche ausreichen, die halb so groß wie ein Sportplatz ist. Der TSV-Chef regt jedoch an, einen Teil des Parkplatzes an der Turnhalle und Teile der anliegenden Grundstücke in die Fläche einzubeziehen. „Vielleicht möchten ja Hausbesitzer ihre großen Gärten verkleinern“, hofft Schwieger.

Bei der Umsetzung seines Wunsches hofft der Verein jetzt auf die Unterstützung des Ortsrates. Die Mitglieder haben sich in ihrer jüngsten Sitzung bereits beraten und den Plan für gut befunden. Sie regten jedoch an, dass der B-Platz künftig auch von dem angrenzenden Kindergarten und der benachbarten Grundschule am Kleegarten genutzt werden darf und zudem der Feuerwehr als Übungsfläche dient.

Ortsbrandmeister Thorsten Greve forderte, dass dann für die Feuerwehr von der Straße Kleegarten eine Zufahrt zum B-Platz geschaffen wird. Für Ortsbürgermeister Armin Hapke ist zudem wichtig, dass der Platz für Übungen mit schweren Feuerwehrfahrzeugen ausreichend befestigt ist. Der Ortsrat hat der Verwaltung nun einen Prüfauftrag erteilt.

Von Katja Eggers