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Neustadt Eilveser Friedhof wird modernisiert
Umland Neustadt Eilveser Friedhof wird modernisiert
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02:16 02.06.2018
Werner Nuttelmann (von links) und Torsten Dannenberg vom Kirchenvorstand sprechen mit Pastorin Riika Hinkelmann über die Friedhofsgestaltung. Quelle: Carola Faber
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Eilvese

Das Projekt Friedhofsgestaltung ist im Dorf schon lange im Gespräch. "Seit 2002 gibt es hier schon die pflegefreie Bestattung, aber das reicht nicht. Unser Friedhof muss überplant werden“, sagt Werner Nuttelmann von der Eilveser Friedhofsverwaltung, „wir wollen auf neue Bedürfnisse eingehen."

Architektin Christina Stoffers, die sich auf die Gestaltung von Friedhöfen spezialisiert hat, wird am Montag, 4. Juni, ab 19 Uhr im Eilveser Gemeindehaus ihren Entwurf vorstellen und zu den verschiedenen Möglichkeiten informieren. „Jeder ist willkommen. Wir freuen uns über Anregungen und Wünsche zu dem Thema", bestätigt Pastorin Riikka Hinkelmann.

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Der Entwurf von Architektin Christina Stoffers. Quelle: Stoffers

Stoffers’ Planung sieht mehr Büsche und Laubbäume vor. Der Eilveser Friedhof ist auch ein Ort der Kommunikation. Deshalb sollen die Sitzplätze ansprechender gestaltet werden. Zu Stoffers’ Vorschlägen gehören außerdem Partnergrab-Urnenanlagen mit einem Obelisken für jeweils vier Parteien. Die heute vorhandenen sehr schlichten Rasenfelder sollen ergänzt werden mit Bestattungsflächen, auf denen Bodendecker wachsen.

Sitzgelegenheiten sollen moderniesiert und kommunikativer gesetzt werden. Quelle: Carola Faber

Aktuell geplant sind 40 Rasengräber mit individuellen Grabsteinen. Außerdem schlägt Stoffers ein „Urnenband“ für 32 Urnen vor; Namen sollen auf die Randsteine graviert werden können. Zur Kindergrabanlage sollen künftig ein Staudenbeet, kleinkronige Blütenbäume und ein Gedenkstein gehören. „Jährlich gibt es etwa 17 bis 22 Bestattungen in Eilvese. Die Hälfte davon sind Urnenbeisetzungen. Der Trend geht einfach zu pflegearmen bis pflegelosen Gräbern. Gleichzeitig haben Angehörige das Bedürfnis, an besonderen Gedenktagen zum Beispiel Blumen niederlegen zu können. Dafür wird es Plätze geben", ergänzt Riikka Hinkelmann.

Die Kosten für die Neugestaltung werden auf etwa 20.000 bis 25.000 Euro geschätzt. Finanziert wird die allmähliche Umsetzung aus den Bestattungsgebühren. "Es ist viel zu tun. Packen wir es an", fordert Werner Nuttelmann.

Von Carola Faber