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Neustadt Familien-Angebot der Diakonie sucht Verstärkung
Umland Neustadt Familien-Angebot der Diakonie sucht Verstärkung
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16:37 27.03.2019
Renate Hoffmann (links) und Daniela Zelzner besuchen ehrenamtlich Familien, die Unterstützung gut gebrauchen können. Quelle: Mario Moers
Neustadt

Sie sind Gesprächspartner, Babysitter und Familienberater, manchmal auch Freundin. In dem Besuchs-Projekt „Bin da!“ der Diakonie helfen Frauen seit einem Jahr ehrenamtlich Familien, denen der Alltag zur großen Herausforderung geworden ist. Weil das auch im Neustädter Land immer häufiger der Fall ist, kommt das Angebot gut an. So gut, dass die Diakonie nun dringend nach zusätzlichen Helferinnen sucht. „Es gibt bereits eine Warteliste mit sechs Familien, denen wir gerne schnell eine Begleiterin vermitteln würden“, sagt Janet Breier, Koordinatorin der Familien unterstützenden Projekte der Diakonie.

Mehr Nachfrage als Helfer

Gesucht werden Ehrenamtliche, die, je nach verfügbarer Zeit, ein bis zweimal in der Woche eine teilnehmende Familie besuchen. „Eine pädagogische oder erzieherische Vorbildung ist dabei nicht nötig“, sagt Breier. Das niedrigschwellige Angebot soll vor allem entlasten. Seit dem Start des Projekts 2018 ist die Zahl der aktiven Helferinnen auf etwas mehr als ein Dutzend gestiegen. Zwölf Familien werden aktuell in Neustadt, Wunstorf und Umgebung betreut. Die 49-jährige Daniela Zelzner ist eine der Ehrenamtlichen. „Wenn eine Mutter zwei Stunden Unterstützung erfährt, dann hilft das oft schon sehr viel“, sagt sie.

Die dreifache Mutter besucht jeden Montag eine alleinerziehende Mutter, die wegen einer Erkrankung unter einer hohen Belastung im Alltag leidet. „Ich gehe dann mit den Kindern spazieren, wickele den Säugling und gebe das Fläschchen. Manchmal schreiben wir auch außerhalb dieser Zeit bei Whatsapp, wenn es etwas zu besprechen gibt“, sagt Zelzner. In anderen Familien ist eher das persönliche Gespräch gefragt oder einfach nur das Dasein –daher auch der Name des Angebots, „Bin da!“.

Janet Breier koordiniert das Familien-Unterstützungsprojekt "Bin da!" der Diakonie. Quelle: Mario Moers

Gut aufgehoben

Bevor Helferinnen und Familien zum ersten Mal aufeinander treffen, klärt Koordinatorin Breier in einem Erstgespräch und bei einem Hausbesuch, ob die Familie auch wirklich geeignet ist. „Wenn sich herausstellt, dass ein größeres Maß an Hilfe nötig ist, müssen wir an andere Stellen verweisen“, sagt sie. So ist sichergestellt, dass die Herausforderungen in den Familien die Ressourcen und Fähigkeiten der Freiwilligen nicht übersteigen – schließlich soll das Tandem für beide Seiten funktionieren. „Ich erfahre durch diese Aufgabe eine Dankbarkeit, die ganz toll ist“, sagt Zelzner.

Für den leichteren Einstieg und gegenseitigen Austausch gibt es regelmäßige Treffen. Dort bekommen die Helfer auch selbst fachliche Hilfestellung. In Workshops lernen sie etwa andere Ansprechpartner im Netzwerk der frühen Hilfen kennen. Für den sicheren rechtlichen Rahmen sorgt der Versicherungsschutz der Diakonie, die auch anfallende Fahrtkosten erstattet. Alter oder Wohnort sind nicht entscheidend für die Teilnahme. „Wir können Helfer überall gut gebrauchen“, sagt Breier.

Wer sich für das Projekt „Bin da!“ interessiert, kann sich bei Janet Breier entweder telefonisch unter (05032) 9669958 oder per E-Mail an janet.breier@evlka.de melden.

Von Mario Moers

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