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Feuerwehr Otternhagen schult Mitglieder jetzt online

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15:00 30.03.2020
In Otternhagen geht die Freiwillige schult die Freiwillige Feuerwehr ihre Mitglieder jetzt online. Quelle: Fachmann
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Otternhagen

Premiere bei der Feuerwehr in Otternhagen: Weil wegen der aktuellen Gefahrenlage Treffen außerhalb von Einsätzen für die Ehrenamtlichen untersagt sind, gibt es notwendige Schulungen jetzt per Chat und Stream online. Auch an die Jugendfeuerwehr haben die Verantwortlichen gedacht: Sie setzten einen Messenger-Dienst ein, um Inhalte zu vermitteln.

Normalerweise beginnen am Donnerstagabend, 19 Uhr, die wöchentlichen Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Otternhagen. Doch in Zeiten der Corona-Krise ist alles anders. „Wir hatten in den vergangenen Monaten ohnehin unsere Schwierigkeiten, die Dienste halbwegs normal durchzuführen“, sagt Martina Fachmann, Pressewartin der Ortsfeuerwehr Otternhagen. Der bisherige Grund für die Schwierigkeiten war durchaus greifbar: Das alte Gerätehaus ist im Sommer 2019 abgerissen worden und hat für einen Neubau an der Hauptstraße Platz gemacht. In der Zwischenzeit ist die Feuerwehr in einer Scheune provisorisch untergekommen. Der Einzug ins neue Gebäude ist bisher für Oktober geplant.

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Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen

Durch die Pandemie ist eine neue Belastung hinzugekommen, denn Feuerwehraktivitäten außerhalb der Einsätze sind seit ein paar Wochen untersagt. „Die Gefahr der Ansteckung ist zu groß“, sagt Fachmann. Schlimmstenfalls könnte eine ganze Ortsfeuerwehr lahmgelegt werden. Dennoch sei es auch in diesen Zeiten wichtig, im Einsatzfall nicht lange nachdenken zu müssen und sicher helfen zu können.

Feuerwehrsprecherin Martina Fachmann berichtet von den Online-Aktivitäten der Otternhagener Feuerwehr. Das Bild stammt von einer Tagung der Regionsfeuerwehr 2018. . Quelle: Regionsfeuerwehr (Archiv)

Schulung per Chat und Stream

Um Defizite bei der Ausbildung der Feuerwehrmitglieder zu vermeiden, setzten die Ehrenamtlichen aus Otternhagen nun auf Online-Dienste. „Bereits kurz nachdem die Anweisungen bekannt wurden, haben sich Mitglieder engagiert, um eine Lösung zu finden“, sagt Fachmann. Federführend seien dabei der stellvertretende Ortsbrandmeister Karsten Schneider gemeinsam mit Christoph Schwaiger und André Fenske gewesen. Am Donnerstag war Premiere: Auf einer Online-Plattform konnten die Mitglieder per Textnachrichten und Sprachchat kommunizieren und eine Präsentation streamen, in der theoretische Inhalte vermittelt wurden.

Resonanz ist positiv

„Die erste Theorieeinheit drehte sich um die Gefahren an der Einsatzstelle sowie die Inbetriebnahme der Atemschutzgeräte“, sagt Fachmann. Die Online-Variante bewertet sie als Erfolg: Fast 20 Ehrenamtliche nahmen an dem Bildungsangebot teil. „Die Rückmeldungen waren trotz einiger akustischer Zwischenfälle überaus positiv. Wir wollen dieses Format auch während der nächsten Wochen fortsetzen“, sagt die Pressewartin. Für die Jugendfeuerwehr gibt es derzeit eine Minimallösung: Jeden Donnerstag zur regulären Dienstzeit verschickt Jugendfeuerwehrwart Matthias Lau Videos, Bilder oder sonstige Beiträge mit Feuerwehrinhalten per WhatsApp an die jungen Mitglieder. „So wollen wir versuchen, dadurch das Interesse an der Feuerwehr wach zu halten“, sagt Fachmann.

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Von Mirko Bartels

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