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Neustadt Galerie am Bahnhof ist eröffnet
Umland Neustadt

Galerie am Bahnhof Neustadt ist eröffnet.

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00:18 14.05.2019
Zur Ausstellungseröffnung kommen zahlreiche Gäste. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Eine Tour durchs Neustädter Land –die kann man jetzt schon mit etwas Wartezeit am Bahnhof erleben: Mit 38 Ortsporträts präsentiert sich das Neustädter Land dort jetzt an den Tunnelauf- und -abgängen. In mehr als eineinhalb Jahren Arbeit sind die Bilder entstanden, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben die Originale in Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar Anna Niffka-Konarski und Marek Konarski geschaffen.

Einen Überblick über die manchmal ganz schön aufregende Projektzeit gab Anna Niffka-Konarski vor zahlreichen Besuchern bei der Eröffnung am Sonnabend, während ihr Mann Marek das Mikrofon hielt. Der schweigsame Künstler spricht lieber durch seine Bilder. Insgesamt 40 zumeist junge Leute aus dem ganzen Stadtgebiet haben am Projekt mitgearbeitet, darunter eine Gruppe Kinder von der Grundschule Hagen sowie eine ganze Reihe Graffiti-Künstler, die Max Kaup für das Projekt gewonnen hat.

Der junge Otternhagener warb dafür, die Kunstform Graffiti besser anzunehmen, auch mal Flächen anzubieten. Und an die Stadtführung appellierte er, bei Verschönerungsideen auch die Dörfer zu berücksichtigen. Etliche der Bilder sind mit der Spraydose gemacht, auch wenn es nicht überall zu sehen ist. Der 22-jährige Jonas Fengler berichtet, dass er bei der Arbeit an seinem Büren-Bild etliche neue Techniken von Künstler Konarski gelernt hat, neben Graffiti auch Collage und Montage eingesetzt. „Das war eine tolle Zeit im Atelier in Mariensee“, findet er.

Eine echte Attraktion ist die neue Galerie am Bahnhof Neustadt: In 38 Ortsporträts haben mehr als 40 Künstler aus dem Neustädter Land die Vielfalt der Stadt mit ihren Ortschaften festgehalten.

Aus der Ferne hat Jasmine Brandes (25) die filigranen Zeichnungen für ihr Heimatdorf Niedernstöcken und Mecklenhorst beigesteuert: Sie lebt inzwischen in Hamburg. Die 17-jährige Sophie Mattheis hat ihr surrealistisch-romantisches Brase-Bild aus Fotocollage und Acrylmalerei in ein überdimensionales Auge verlegt, lässt das Leinewasser heraustropfen wie Tränen.

An den Wänden hängen robuste Drucke auf so genannten Dibond-Platten, stabil und leicht zu reinigen. Bunt, fröhlich und plakativ auf den ersten Blick, sind viele der Bilder so durchdacht und detailreich, dass man sich auch länger damit beschäftigen kann und immer wieder Neues entdeckt. Geschichte und Legenden, Ansichten und Einwohner der Dörfer finden sich wieder – demnächst werden auch entsprechende Erklärungen per QR-Code im Internet abrufbar sein, oder direkt über die städtische Homepage. Und wer Lust hat, sich einmal näher mit den Bilder zu beschäftigen, dem legte Anna Niffka-Konarski einen kleinen Suchauftrag ans Herz: „Finden Sie eine kleine Maus, eine Henne mit fragendem Blick, Hopfenblüten und Häuser mit Gesichtern.“

Das Copyright für die Bilder liegt bei Konarskis, die zunächst auch die Originale behalten. Bordenaus Ortsbürgermeister Harry Piehl hat schon einen weiteren Dibond-Druck des Ortsbildes für das Dorfgemeinschaftshaus angefordert.

Von Kathrin Götze

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