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Neustadt Militär übt Ernstfall im Krankenhaus
Umland Neustadt Militär übt Ernstfall im Krankenhaus
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16:59 12.11.2018
Dr. Michael Willenborg und Martin Dorn sprechen mit den Soldaten über die fiktiven Probleme in der Klinik. Quelle: Mirko Bartels
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Neustadt

Dass es um eine militärische Übung geht, ist fast nicht zu merken. Unspektakulär treffen drei Soldaten in einem Zivilfahrzeug der Bundeswehr vor dem Neustädter Krankenhaus ein. Klare Frage am Empfang: Wo geht es bitte zur Klinikleitung? Ungewöhnlich sind die Hoheitsabzeichen: „Slovakei“ steht unter der Landesflagge. Empfangen werden sie von Martin Dorn vom Projektmanagement und Dr. Michael Willenborg, dem Apotheker des Krankenhauses. Beide berichten von einer schwierigen Versorgungssituation mit Medikamenten und bitten die Militärs um Hilfe. Das alles ist Teil der Übung Joint Cooperation. Sie spielt im fiktiven Staat Framland, Standort des Krankenhauses ist die Stadt Falnu.

Die Ausgangssituation für die Soldaten: Der Nato-Staat Framland ist politisch instabil. Es gibt Demonstrationen und Guerilla-Angriffe, Tausende Vertriebene suchen Zuflucht, marodierende Banden plündern die Kulturschätze.

Die Zusammenarbeit von Militär und zivilen Kräften ist Inhalt der großen internationalen Übung. Ausrichter ist das Zentrum Zivil-Militärischer Zusammenarbeit (ZMZ) mit Sitz in der Nienburger Clausewitz-Kaserne. „Bei Joint Cooperation geht es nicht darum, militärische Stärke zu zeigen oder Kampfhandlungen zu simulieren“, sagt Oberstleutnant Christian Peter vom Presseteam. Vielmehr sei Kommunikation mit Einheimischen, die Erfassung von Daten und eine entsprechende Weiterleitung an die Vorgesetzten zur Einschätzung der Lage die Aufgabe der Fachkräfte.

Für Martin Dorn ist es nicht das erste Mal, dass er quasi sich selbst im Rahmen einer solchen Übung spielt. „Das Klinikum Neustadt macht bereits zum vierten Mal mit“, sagt der Projektmanager. Im Übungsszenario des vorigen Jahres haperte es an der Stomversorgung. „Da haben wir so gut gespielt, dass die Soldaten am Ende gefragt haben, ob wir wirklich ein entsprechendes Problem haben“, erinnert sich Dorn und schmunzelt.

 Diesmal ist es die Versorgung mit Medikamenten, die den Mitarbeitern Kopfschmerzen bereitet. Gemeinsam mit Apotheker Michael Willenborg sitzt Dorn am Tisch und stellt sich ganz realen Problemen: Die Sprachbarriere will überbrückt werden. An der Übung sind mehr als 360 Soldaten aus 21 Nationen beteiligt (darunter Polen, Spanien, die USA und Kanada). Sie haben rund 100 Mitspieler in Politik, Wirtschaft und Katastrophenhilfe – insgesamt 200 einzelne Ereignisse gehören zu dem großen Szenario. Rund 100 Zivilisten sind in die gut einwöchige Übung eingebunden. Im Szenario am Dienstag soll das Militär den Schutz des Schloss Landestrost gegen Plünderer vorbereiten.

Von Mirko Bartels

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