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Umland Neustadt Nachrichten Aus dem Stern wird ein Seniorenheim
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07:09 06.01.2015
Mit großem Gerät geht es dem ehemaligen Hotel zum Stern an die Substanz. Quelle: Gleue
Neustadt

Die Nachnutzung des Areals ist bereits sicher: Die Unternehmensgruppe Vitacare, die auch Heime am Wölper Ring und der Lindenstraße betreibt, hat sich mit der Immobiliengesellschaft Rahlfs auf einen langjährigen Pachtvertrag für das zu bauende Gebäude verständigt und wird dort eine Seniorenresidenz betreiben.

Wenn alles nach Plan läuft, wird Ende Februar nichts mehr übrig sein von dem Schandfleck an der Mecklenhorster Straße, der seit Jahren leer steht und wegen des akuten Verfalls immer wieder für Ärger sorgt. „Wir machen alles dem Erdboden gleich, damit das Grundstück danach problemlos neu bebaut werden kann“, sagt Sven Pietsch, der Geschäftsführer der Firma. Dabei hat Verfall am Gemäuer schon solide Vorarbeit geleistet. Zerbrochene Dachziegel liegen rund um das Haus verteilt, Türen sind aus den Verankerungen gebrochen, und die Kellertreppe auf der Rückseite ist längst von Unkraut besiedelt worden.

Nach dem Abriss rollen die Baumaschinen. Rahlfs plant einen Gebäudekomplex mit Innenhof und Dachterrasse. 84 Einzelzimmer entstehen, 60 Arbeitsplätze. „Der Standort ist wie geschaffen für eine Seniorenresidenz, wir schaffen etwas ganz Besonderes“, wirbt Vita-care-Geschäftsführer Michael Müller. „Wenn alles glatt läuft, können die ersten Bewohner Ende 2016 einziehen.“

Auch Uwe Seeler schlief hier

Das Hotel Zum Stern hat rund 150 Jahre das kulturelle Leben in Neustadt geprägt. Der Fachwerkbau wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Den Beinamen „Zum Stern“ erhielt das Hotel um 1922 vom damals dort wohnenden Ingenieur Franz Brüner. Seine Blütezeit erlebte das Lokal unter Kurt Klocke­mann. Der ehemalige Ringer entwickelte den Betrieb seit 1952 zu einem überregionalen Anlaufpunkt. Prominente Gäste logierten bei ihm, so Fußballidol Uwe Seeler. Dann ging es bergab: Das Hotel schloss, auch eine Kneipe hielt sich nicht.

Von Benjamin Gleue

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