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Umland Neustadt Nachrichten Erkan verlässt die SPD: Gemischte Gefühle bei Neustädter Genossen
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00:39 05.05.2018
Mustafa Erkan gibt im März 2017 ein Interview in seinem Neustädter Wahlkreisbüro. Quelle: Kathrin Götze (Archiv)
Neustadt

 Mustafa Erkan hat der SPD den Rücken gekehrt.  Der 33-jährige Industriemechaniker und Politiker, der zwischen 2013 und 2018 Mitglied im Landtag war, trat zum 1. Mai aus der Partei aus, der er 15 Jahre lang angehört hatte. „Das war ein Ergebnis reiflicher Überlegungen, jetzt geht es mir besser“, sagte Erkan am Mittwoch der HAZ.

Vorausgegangen war eine längere Entwicklung: Nach Querelen im Ortsverein hatte Erkan die Landtagskandidatur an Mitbewerberin Wiebke Osigus verloren. Seit einiger Zeit ist er nun als Berater des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu tätig. Nach einem Interview in der „Neuen Presse“ schlugen die Wellen in der Partei hoch, weil Erkan unter anderem gesagt hatte, seiner Meinung nach gehe es in der Türkei demokratischer zu als hierzulande. Dort sitze kein Journalist aus politischen Gründen im Gefängnis, sondern in der Regel nur, wenn er „terroristische Organisationen“ unterstützt habe. Und: Der türkische Staaspräsident Erdogan sei immerhin direkt vom Volk gewählt.

Bei den Ex-Genossen vor Ort sind die Reaktionen gemischt: „Ich bin nicht traurig drüber“, sagt beispielsweise Ferdinand Lühring, der zweite Vorsitzende im Ortsverein, der mit Erkan mehrfach aneinander geraten war. Verwundert ist er allerdings, da Erkan früher oft sagte, die SPD verlasse man nur mit den Füßen voran. Die Ortsvereinsvorsitzende Wiebke Osigus gibt sich diplomatisch: „Ich nehme das zur Kenntnis, gehen davon aus, dass wir im Ortsverein noch informiert werden“, sagt sie. Harald Baumann, der über Jahre eng mit Erkan zusammen gearbeitet hat, sagt: „Ich persönlich finde es schade, und ich wünsche Mustafa weiterhin einen guten Weg.“ Der persönliche Kontakt sei mit Erkans neuer Aufgabe allerdings abgebrochen. Und, das sage er ganz ohne Ironie: „Ich bin gespannt, was aus ihm noch wird.“ mbb/göt

Von Michael B. Berger und Kathrin Götze

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