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Umland Neustadt Nachrichten Kirchengemeinden auf Gebäude-Schrumpfkur
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00:17 21.11.2015
Von Kathrin Götze
In Eilvese wird neu gebaut: Der Rohbau des neuen Gemeindehauses ist schon fast fertig.
In Eilvese wird neu gebaut: Der Rohbau des neuen Gemeindehauses ist schon fast fertig. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

Der Neubau in Eilvese ist Ausdruck der Sparpolitik der Kirche: Das alte Gemeindehaus am Eisenberg war zu groß und kostenträchtig für die nur noch rund 960 Mitglieder. Als ein kleines Grundstück direkt an der Kirche frei wurde, lag die Lösung auf der Hand - denn Neubauten werden von Kirchenkreis und Landeskirche gefördert.

„Wir wollen uns nicht erdrücken lassen von der Gebäudelast“, sagt Superintendent Michael Hagen. Vor sechs Jahren hat der Kirchenkreis die Gemeinden aufgefordert, die Gebäudekosten zu senken - erste Lösungen waren da schon umgesetzt. So hat die Kirchengemeinde Dudensen die Ursulakirche so umgebaut, dass sie auch als Versammlungsraum dient. Doch das klappt nicht überall: Auf eine Lösung sinnt noch die Gemeinde Helstorf, die mit rund 1800 Mitgliedern nur 190 Quadratmeter nutzen dürfte - die Pfarrdiele, die mit dem Pfarrhaus eine Einheit bildet, hat 286 Quadratmeter. „Wir versuchen, sie besser auszulasten, auch das Netzwerk Flüchtlinge trifft sich jetzt regelmäßig dort“, sagt Pastorin Annedore Wendebourg. Die Gemeinde erwirtschaftet über das Jahr Geld, beteiligt sich am Unterhalt.

Das müssen auch die Bordenauer tun, die mit 1500 Mitgliedern das rund 300 Quadratmeter große Gemeindehaus nutzen. Es ist auch energetisch nicht auf dem neuesten Stand. „Abriss, Teilabriss oder Sanierung - alle Möglichkeiten sind noch im Gespräch“, sagt Kirchenvorsteher Justus Jeep.

Aktion: Unterstützer können sich verewigen

Der Bau geht gut voran: Kaum einen Monat nach der Grundsteinlegung haben die Eilveser jetzt Richtfest ihres Gemeindehauses gefeiert. Der Grundstein ist allerdings in eine bestehende Wand eingefügt worden. Von den voraussichtlich 430.000 Euro Baukosten trägt die Gemeinde 150.000 Euro selbst. Dafür haben sich die Aktiven nun eine besondere Aktion ausgedacht: Auf insgesamt 80 Steinen können sich Spender an der Außenmauer verewigen. Ein Stein mit Platte und Gravur ist für 150 Euro zu haben – Familien, Firmen und Einzelpersonen können ihn mit einem Bibelvers oder Spruch selbst gestalten. Das Angebot kommt gut an, wie Küster Torsten Dannenberg gestern berichtete – gut die Hälfte der 80 Steine sei schon verkauft.

Kathrin Götze 19.11.2015
16.11.2015