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Nachrichten Kommunalwahl: AfD peilt 25-Prozent-Marke an
Umland Neustadt Nachrichten Kommunalwahl: AfD peilt 25-Prozent-Marke an
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19:30 22.06.2016
Von Bernd Haase
Der Afd-Stadtverbandsvorsitzende Raimar Riedemann hat ambitionierte Ziele. Quelle: von Werder
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Neustadt

Wenn die AfD diese Marke schafft, würde sie zehn Vertreter im Stadtrat stellen. Das wären dann fast so viele, wie sie derzeit im Neustädter Land Mitglieder hat - es sind zwölf. Als Riedemanns Stellvertreter fungiert Jan-Niklas Münkel aus Metel. Mit dem Evenser Dietmar Friedhoff stellt die Neustädter AfD auch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Wie auch immer das Wahlergebnis ausfällt: Die AfD will im Rat auf jeden Fall Teil eines Mehrheitsbündnisses sein. „Neustadt braucht eine funktionierende Opposition, das erstarrte Parteiengefüge muss aufgemischt werden“, erklärt Riedemann. In der Flüchtlingspolitik stellt sich der Stadtverband hinter die Haltung der islamfeindlichen Bundespartei. Kommunalpolitisch will er sich für einen Rathausbau am vorhandenen Standort, für eine Umgehungsstraße, Lärmschutz an der Bundesstraße 6, Einbahnstraßenregelungen in der Innenstadt und die Stärkung des dortigen Handels einsetzen.

Spitzenkandidaten für den Stadtrat sind Riedemann sowie Ursula Grün-Neumann. Außerdem strebt die Partei auch in die Ortsräte; nach derzeitigem Stand hat sie Kandidaten für die Kernstadt, Mandelsloh, Otternhagen, Hagen und Mardorf. Im Wahlkampf setzt die AfD auf Plakate und auf Infostände. „Wir werden bald präsent sein in der Stadt“, sagen Riedemann und Friedhoff.

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Stärkster Kreisverband: Partei will überall antreten

Mit fast 200 Mitgliedern ist der Kreisverband Hannover-Land der AfD nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden Dietmar Friedhoff aus Evensen der kopfstärkste in Niedersachsen. „Unser Ziel ist es, bei den Kommunalwahlen in allen 20 Städten und Gemeinden des hannoverschen Umlandes sowie für die Regionsversammlung anzutreten“, sagt der 50-jährige Vertriebsingenieur. Kandidaten stünden parat, aber als Neuling im kommunalpolitischen Geschäft müsse die AfD in einigen Kommunen noch Unterstützerunterschriften sammeln, um für die Wahlen zugelassen zu werden.

Susanne Döpke 22.06.2016
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