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Umland Neustadt Nachrichten Mit Trabi "Erich" beim Namensgeber
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20:34 11.10.2013
Vor Erich Honeckers Geburtshaus in Neunkirchen im Saarland: Thomas Löffelholz (19) hat es unfallfrei und sicher in seinem 37 Jahre alten Trabant erreicht.
Vor Erich Honeckers Geburtshaus in Neunkirchen im Saarland: Thomas Löffelholz (19) hat es unfallfrei und sicher in seinem 37 Jahre alten Trabant erreicht. Quelle: eingereicht
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Kaum hatte Löffelholz seinen Führerschein, da kaufte er sich einen Trabi; ein Fahrzeug, das für ihn sowohl Fortbewegungsmittel als auch „motorisiertes Sinnbild des geteilten Deutschlands“ ist. 1976 ist das Auto seiner Wahl bei Sachsenring in Zwickau gebaut worden. „Erich“, wie Thomas Löffelholz das Auto umgehend nannte, wurde aufgerüstet: elektronische Zündung, Zweikreis-Bremsanlage. „Mein Trabi läuft absolut zuverlässig“ berichtet er stolz.

Vor Kurzem hat Löffelholz mit „Erich“ eine weitere Schnittmenge deutscher Geschichte erkundet. Für seine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann ist er ins Saarland gezogen. „Wusstest Du eigentlich, dass Erich Honecker hier in der Nähe geboren wurde?“ fragten ihn Mitschüler. Wusste Löffelholz bis dato nicht - fuhr aber hin, mit seinem Trabi. Honecker, der spätere Staatsratsvorsitzende der DDR, kam am 25. August 1912 in dem Haus in Neunkirchen auf die Welt, das seine Schwester Gertrud Hoppstädter Zeit ihres Lebens bewohnte. „Mit ihrem Bruder hatte die politisch nichts am Hut“, weiß Löffelholz mittlerweile, „aber als Erich Honecker 1986 zu Besuch kam, wurden die Fensterplätze der Nachbarhäuser vermietet. Am Sonnabend übrigens fährt Löffelholz zurück nach Bordenau - im Trabi. Es sind Herbstferien.

Patricia Chadde