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Umland Neustadt Nachrichten Ärgernis: Bahnhof ohne Parkplatz
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00:16 31.01.2016
Die Freifläche zwischen ZOB und Wunstorfer Straße bleibt vorerst ungenutzt, obwohl am Donnerstag Bauarbeiter den Asphalt auf der Freifläche entfernt haben. Quelle: Benjamin Gleue
Neustadt

„Die aktuelle Situation ist unzumutbar, eine absolute Katastrophe“, schimpft Regina Münkner. Die Neustädterin ist seit vielen Jahren als Taxifahrerin im Neustädter Land und somit täglich auch am Bahnhof unterwegs.

Seit dem Aus- und Umbau des Areals rund um den neuen ZOB habe sich die Situation für sie und ihre Kollegen massiv verschlechtert, wie sie sagt. Nur noch zwei Stellplätze für Taxen gibt es derzeit auf der Ostseite, in Neustadt sind aber täglich bis zu 20 Taxen unterwegs. „Wer das geplant hat, sollte sich mal einen Tag hier hinstellen und sich das Chaos anschauen“, schimpft Münkner.

Aber nicht nur Taxifahrer beklagen sich. Als „absoluten Witz“ bezeichnet Angelika Bossow die Situation seit dem Umbau. Neben den Taxiplätzen gibt es auf der Ostseite seitdem nur noch drei Stellflächen für private Fahrzeuge. Zwei sogenannte „Kiss-and-ride“-Parkplätze zum Abholen und Bringen sowie einen für Autofahrer mit körperlichem Handicap. „Das ist doch lächerlich“, sagt sie.

Hoffnung auf Besserung gibt es vorerst nicht. Zwar gibt es zwischen neuem ZOB und Wunstorfer Straße derzeit eine Freifläche, hier sind aber keine Parkplätze geplant. „Wir hatten selbst vorgeschlagen, dort Parkplätze zu bauen. Das wollte die Region aber nicht“, sagt Gabriele Steinert, Sprecherin der städtischen Wirtschaftsbetriebe. Diese sind Eigentümer des Areals. Die Region sieht die Zufahrt vom ZOB auf das Areal als „kritisch“ an, wie Sprecher Klaus Abelmann bestätigt.

Ein lukrativer Standort

Für ältere Neustädter ist es immer noch „das Postgelände“. Die Post hatte jahrzehntelang ihren Hauptsitz an der Wunstorfer Straße, direkt an der Zufahrt zum Bahnhof. In den vergangenen zwei Jahren, während der Busbahnhof neu gebaut wurde, diente die Fläche als Provisorium, waren dort Ein- und Ausstieg der Linienbusse. Das Gelände, ein Top-Standort im Stadtgebiet, ist im Eigentum der städtischen Wirtschaftsbetriebe. Planspiele für die künftige Nutzung gibt es viele: Ladengeschäfte, Arbeitsagentur, Stadtbibliothek? „Noch ist alles unklar“, sagt Gabriele Steinert, Sprecherin der Wirtschaftsbetriebe.

Von Benjamin Gleue

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