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Nachrichten Polizist als Brandstifter verdächtigt
Umland Neustadt Nachrichten Polizist als Brandstifter verdächtigt
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18:31 19.12.2012
Ermittler durchsuchten am Mittwoch die Wohnung sowie ein Fahrzeug. Quelle: Elsner
Neustadt am Rübenberge

Auf Betreiben der Staatsanwaltschaft durchsuchte die Kripo am Mittwochmorgen das Wohnhaus des Verdächtigen und sein Büro im Neustädter Polizeikommissariat. In der Vernehmung stritt der Beamte ab, für die Taten verantwortlich zu sein.   

Bei dem Beamten soll es sich nach HAZ-Informationen um den 45-jährigen Ralf J. handeln. Ihm wird nicht nur vorsätzliche und versuchte Brandstiftung zur Last gelegt. Er soll auch den Versuch unternommen haben, die Ermittler auf eine falsche Fährte zu locken. An beiden Tatorten entdeckte die Polizei nämlich Plastikflaschen mit der Aufschrift „ACAB“. Diese Abkürzung steht für die englische Parole „All cops are bastards“ –  eine Polizistenbeschimpfung, mit der links- wie rechtsextreme Gruppen häufig provozieren. Daher war zunächst auch der Staatsschutz in die Ermittlungen eingeschaltet worden. „Jetzt sieht es danach aus, als hätten die Taten keinen politischen Hintergrund“, sagt Staatsanwältin Kathrin Söfker.

Die Ermittler prüfen derzeit noch, ob Ralf J. auch für einen dritten Brand als Verursacher in Frage kommt. Am 2. Dezember war ein Feuer auf dem Nachbargrundstück des Beamten ausgebrochen. Die Flammen zerstörten einen Carport und mehrere drunter abgestellte Fahrzeuge. Drei Tage später soll der Verdächtige im Nachbarort Poggenhagen den Privatwagen seines Vorgesetzten mit Brandpaste beschmiert haben. Bei dem Versuch, das Fahrzeug anzuzünden, war er dann offenbar gestört worden. Wiederum zwei Tage später, am 7. Dezember, alarmierte Ralf J. gegen 2 Uhr morgens die Feuerwehr. Sein unter dem Carport abgestellter Wagen brenne lichterloh, teilte er den Einsatzkräften per Notruf mit.

Razzia bei Polizeibeamten in Neustadt am Rübenberge

Nun aber scheinen die Ermittler Beweise in der Hand zu haben, dass der Kommissar selbst gezündelt hat. Zumindest reichten die Erkenntnisse dafür aus, dass ein Richter einer Hausdurchsuchung zustimmte. Welche weiteren Beweise dabei gegen Ralf J. zusammengetragen wurden, wollte die Staatsanwaltschaft nicht bekannt geben. Auch zu einem möglichen Motiv des Verdächtigen machte sie keine Angaben.

Der Polizist, der Verkehrsdelikte bearbeitete, gilt dem Vernehmen nach als äußerst kleinlich und unbeliebt. Er soll es auch bei geringen Verstößen wie einer falsch eingeschalteten Nebelschlussleuchte nicht bei einer mündlichen Verwarnung belassen, sondern in der Regel sofort ein Bußgeld kassiert haben.

Die Polizeidirektion Hannover hat den Beamten noch nicht vom Dienst suspendiert. „Der Fall wird gerade noch bewertet. Zudem prüfen wir dienstrechtliche Konsequenzen“, sagt Sprecher Thorsten Schiewe.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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