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Umland Neustadt Nachrichten Profi rechnet mit bisherigen Müllgebühren ab
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20:40 26.02.2013
Sack oder Tonne? Das Thema beschäftigt derzeit die Menschen in der Region Hannover.
Sack oder Tonne? Das Thema beschäftigt derzeit die Menschen in der Region Hannover. Quelle: Susanne Döpke
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Neustadt

Sack oder Tonne? Die Alternative in der Restmüllentsorgung wird heftig diskutiert. „Das kann nicht die einzige Frage sein“, sagt Weigel. Bisher gebe es große Ungerechtigkeiten. Ein Extrembeispiel: Eine fünfköpfige Familie in einem Mehrfamilienhaus mit Containerabfuhr werde mit 550,20 Euro im Jahr zur Kasse gebeten - eine ebenso große Familie im Einfamilienhaus mit Sackabfuhr zahle eine Gebühr von 148,80 zuzüglich Einkauf von Restmüllsäcken.

Weigel fordert eine einheitliche Regelung: maximal 50 Prozent der Gesamtkosten, die Müllentsorger aha insgesamt aufwendet, sollten als Grundgebühr auf die Haushalte umgelegt werden, der Rest nach individuellem Verbrauch abgerechnet werden. Die Datenerfassung dürfe kein Problem sein: Bei der Sackabfuhr regele sie sich über den Kauf der Säcke, und die Tonne müsse codiert werden, der exakt anfallende Müll werde so erfasst. Die Frage sei, ob eine mengengenaue Erfassung überhaupt gewünscht sei. Sie führe zu geringeren Müllmengen und Gebühren.

In Neustadt hofft Weigel auf eine eindeutige Meinungsbildung der Bürgervertretung. Die Ratspolitiker beschäftigen sich in öffentlicher Sitzung am Donnerstag, 7. März, 18 Uhr, mit dem Thema. Eine Beteiligung auch der Bürger an der Gebührendiskussion sei für ihn unverzichtbar.

Von Dirk von Werder