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Umland Neustadt Nachrichten St. Nicolaistift sammelt Rollatoren für Südafrika
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16:51 11.12.2017
St.-Nicolai-Geschäftsführerin Dagmar Brusermann und Pflegedienstleiter Detlev Seliger präsentieren die schon gespendeten Hilfsgüter im Lagerkeller des Altenwohnheims. Quelle: Mario Moers
Neustadt

  Sie verstauben in vielen Kellern, Garagen oder auf Dachböden. Wenn Gehhilfen, Pflegebetten oder Rollstühle nicht mehr benötigt werden, landen die ausrangierten Pflegehilfen oftmals in der Abstellkammer oder sogar auf dem Müll. Ein Zustand, den sich ein Spendenprojekt des Altenzentrums St. Nicolaistift zunutze macht. Seit einem Jahr sammeln die Bewohner und Mitarbeiter des Wohnheims Pflegehilfsmitttel und andere medizinische Hilfsgüter für ein Partnerwohnheim in Südafrika.

Die Resonanz ist so gut, dass im kommenden Frühjahr der erste Überseecontainer verschifft werden soll. „Hierzulande werden diese Gegenstände oft über die Kassen finanziert und anschließend nicht weitergenutzt“, erklärt Dagmar Brusermann, Geschäftsführerin des Stifts, die zündende Idee hinter der Sammlung. Eine weitere Besonderheit: Die Senioren in Neustadt sehen über Videokonferenz, wie ihr Engagement in Afrika hilft. 

Danksagung per Skype

 Blutzuckermessgeräte, Bettpfannen, Spielbälle aus Schaumstoff: In drei kleinen Lagerräumen des St. Nicolaistifts stapeln sich die Spenden inzwischen. „Heute bekommen wir noch eine Lieferung Inkontinenzmaterialien, Toilettenstühle und Rollatoren“, sagt Pflegedienstleiter Detlev Seliger und zeigt stolz auf das aufgetürmte Konvolut.

Der Kontakt zu dem Partnerwohnheim im südafrikanischen Atlantis, 40 Kilometer nördlich von Kapstadt, ist über eine Bekannte entstanden. Die Gerontologie-Expertin Ingrid Eyers aus Rehden (Landkreis Hildesheim) engagiert sich seit einigen Jahren in dem Land. „So bekamen wir eine konkrete Bedarfsliste und können mitverfolgen, wo die Spenden ankommen“, sagt Seliger. Noch vor der aktuellen Sammlung schickte man eine große Kiste von den Senioren selbstgestrickter Schals und Mützen an das Heim. „Per Videokonferenz haben unsere Bewohner zugesehen, wie die Empfänger sich mit einem Lied in ihrer Sprache bedankten“, berichtet Brusermann. Ein bewegender Moment, der viele zu Tränen rührte. „Für uns ist es ganz wichtig, dass die Sammlung ein Projekt auf Augenhöhe ist, bei dem die Bewohner einbezogen sind“, betont Brusermann.

3000 Euro kostet die Verschiffung des ersten Überseecontainers nach Kapstadt. Gut die Hälfte haben die Senioren bereits aus eigener Kraft bei der 40Jahr-Feier des Stifts gesammelt. Ein ortsansässiger Apotheker gab 500 Euro und auch die Liebfrauenkirchengemeinde hat bereits eine großzügige Spende angekündigt. Über einen Kontakt bei der Inneren Mission soll der sichere Transport organisiert werden. „Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr haben uns ermutigt, künftig zweimal im Jahr entsprechende Sammlungen durchzuführen“, sagt die Brusermann. An überzähligen Rollatoren werde es nicht mangeln, ist sie sich sicher.

Wer selber Pflegehilfen oder Geld für das „Protea“ getaufte Projekt spenden möchte, wendet sich an Detlev Seliger unter Telefon (05032) 8980. Größere Spenden können auch abgeholt werden.

Das Altenzentrum St.Nicolaistift, Silbernkamp 6, lädt für Dienstag, 12. Dezember, alle Neustädter zum Lebendigen Adventskalender ein. Ab 18 Uhr gibt es Schmalzbrot, Glühwein, Spekulatius und ein stimmungsvolles Programm aus Musik und Weihnachtsgeschichten. 

Von Mario Moers

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