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00:49 03.03.2018
Vorarbeiter Viktor Weimann fährt den E-Crafter täglich zur Baustelle
Vorarbeiter Viktor Weimann fährt den E-Crafter täglich zur Baustelle Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

 Der Lautstärkewert ist unschlagbar: Wenn sich Viktor Weimann ans Steuer seines neuen E-Crafters setzt und den Startschalter betätigt, wartet man vergeblich auf irgendein Geräusch. „Der ist schon an“, sagt Weimann lächelnd auf Nachfrage. 

Täglich steuert der Vorarbeiter der Neustädter Malerfirma Temps den neuen Elektrotransporter zur aktuellen Baustelle, einem Seniorenheim in Steinhude. Dabei findet er nicht viel zu meckern: „Die Heizung wird viel schneller warm als beim Diesel, und beim Rangieren helfen Kameras vorn und hinten.“ Bis zu 160 Kilometer soll der Transporter mit einer Batterieladung laufen, wenn bei Dunkelheit und Frost auch Heizung und Licht die Batterie belasten, rechnen die Anwender noch mit 100 Kilometern. „Das reicht für unsere Baustellen in der Region voll aus“, sagt Unternehmer Ulrich Temps. 

Die gegenseitigen Geschäftsbeziehungen reichen weit zurück. „Wir arbeiten seit 1965 im VW-Werk in Stöcken“, sagt Temps, der im Gegenzug die Firmenflotte mit Volkswagen bestückt. Er gehört dem Kundenbeirat für E-Mobilität an, kam so als Partner für den Praxistest zum Zug. „Wir testen vor der Markteinführung  im September jetzt mit 40 verschiedenen Kunden in Deutschland und Nachbarstaaten“, sagt Markus Arand von der VWN-Markenkommunikation, der am Mittwoch zum ersten Austausch nach Neustadt kam. Unter den Testfirmen sind Handwerksbetriebe wie Temps, aber auch Dienstleister und Transportunternehmen.

Die Testphase läuft bis zum Ende des Jahres, Temps beabsichtigt, einen Großteil des Fuhrparks auf Elektrofahrzeugen umzustellen. „Wir haben die Zahlen analysiert und festgestellt, dass wir zu 80 Prozent mit Elektrofahrzeugen arbeiten könnten“, sagt er. Der Strom dafür könnte großteils von firmeneigenen Dächern kommen, geladen wird nach Feierabend. 

Von Kathrin Götze