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Umland Neustadt Nachrichten VHS: Sparsam in die Zukunft
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07:10 17.07.2014
Hinten von links: Ralf Wilkening (Garbsen), Uwe Sternbeck (Neustadt), Jürgen Engelmann (Wunstorf) Vorn von links: Konstanze Beckedorf (Wedemark), Martin Kurth, Christiane Concilio (Burgwedel). Quelle: Benjamin Gleue
Neustadt

Anfang März hat Kurth den Job als Geschäftsführer angetreten. Zuvor waren zwei Versuche, die Stelle zu besetzen, gescheitert: bereits gewählte Bewerberinnen traten ihren Job nicht an. Zudem wurde rasch klar, dass mit der Wedemark zumindest eine der Mitgliedsgemeinden aus dem Verbund ausscheiden will.

Bei einer Verbandsversammlung am Dienstag in Burgwedel hat Kurth seine Pläne für die Entwicklung der Einrichtung bis zum Jahr 2017 vorgestellt. Sein primäres Ziel sei es, mehr Menschen für die Angebote zu begeistern. Mit „bedarfsgerechten Bildungsangeboten“ will er sinkenden Teilnehmerzahlen entgegentreten. „Junge Leute sind momentan nicht das Kernpublikum der Volkshochschule“, berichtete Kurth.

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Am 22. September beginnt das neue Semester an der VHS. Wer Yoga oder den Umgang mit der Spiegelreflexkamera lernen will, sollte sich beeilen. Entsprechende Veranstaltungen sind oft ausgebucht. Anders sah es zuletzt bei Kursen rund um rund um die Homöopathie sowie EDV-Weiterbildung aus. Mancher Kursus wurde abgesagt. Das komplette Angebot ist unter vhs-hannover-land.de einzusehen.

Das will er ändern. So seien Kooperationen mit Schulen, Jugendverbänden und Vereinen geplant. Um Jugendliche und junge Erwachsene besser zu erreichen, setzt der 36-Jährige auch auf neue Medien. So soll noch in diesem Jahr eine VHS-App eingeführt werden, mit der Angebote der Volkshochschule jederzeit per Smartphone abgerufen werden können.

Er möchte „eine moderne und zeitgemäße VHS in allen Bereichen“, sagt Kurth. Zwar sei die Volkshochschule gegenüber freien Bildungsanbietern „absolut konkurrenzfähig“, es gelte aber Stärken besser zu kommunizieren – auch im Internet. „Der Besuch eines Kurses der Volkshochschule soll auch gesellschaftliches Erlebnis sein“, sagt Kurth. Er wolle die Angebote für Zielgruppen ausweiten. So soll es mehr spezielle Kurse für Männer geben (nur ein Viertel aller Teilnehmer bisher ist männlich). Auch Bildungsveranstaltungen für Soldaten sind in Planung. Die Teilnehmerzahlen sinken schwach, aber kontinuierlich. Daher seien Sparmaßnahmen unumgänglich. So sollen einige offene Stellen vorerst nicht neu besetzt werden, andere nur befristet. Eingespart wird das bisherige gedruckte Programmheft. Kurth setzt auf eine „kompaktere Version“. Fraglich ist, wie sich ein Austritt der Wedemark auf den Zweckverband auswirkt. Die Wedemärker wollen sich der VHS-Langenhagen anschließen, übrig blieben Neustadt, Wunstorf, Garbsen und Burgwedel. Am 28. Juli entscheidet der Rat, der Austritt könnte am 31. Dezember 2015 perfekt sein.

„Passgenaue Angebote“

Der neue VHS-Geschäftsführer Martin Kurth (36) hat sich viel vorgenommen. Mit ihm sprach unser Mitarbeiter Benjamin Gleue.

Herr Kurth, Sie wollen mehr Menschen für die VHS begeistern. Wo sehen Sie Potenzial?
Es gibt Bereiche der allgemeinen Bildung, in der sich die VHS bisher nicht positioniert hat, so die politisch-historische Bildung. Auch in der beruflichen Bildung sehe ich Steigerungspotenzial.

Wie genau?
Wir müssen kurzfristig auf Nachfragen aus der Wirtschaft reagieren können. Unternehmer sollen passgenaue Angebote zur Schulung von Mitarbeitern erhalten.

Wie würde sich ein Ausstieg der Wedemark auswirken?
Allgemeine Ziele würden nicht berührt. Finanziell würde es einen Einschnitt geben. Das Thema ist noch spekulativ, da der Austritt noch nicht beschlossen wurde.

Von Benjamin Gleue

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