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Umland Neustadt Nachrichten Von der Leyen übergibt Nachtsichtbrillen
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16:36 21.01.2019
Stabsunteroffizier Jeannete-Malin Caspary zeigt Ursula von der Leyen die Trageweise der Nachtsichtbrille am Gefechtshelm. Quelle: Thomas Tschörner
Luttmersen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat am Montag 132 Nachtsichtbrillen im Wert von rund 1,3 Millionen Euro an das Versorgungsbataillon 141 in Luttmersen übergeben, das Teil des schnell verlegbaren Eingreifverbandes der Nato ist. „Heute ist ein guter Tag für die Truppe“, sagte die Ministerin. Insgesamt sollen 4000 der sogenannten Bildverstärkerbrillen beschafft werden. Die Nachtsichtbrillen des Typs XACT nv33 ermöglichen bei Dunkelheit und schlechten Lichtverhältnissen ein sicheres Bewegen im Gelände sowie ein erfolgreiches Kämpfen. Zudem können die Soldaten mit der Nachtsichtbrille nachts Fahrzeuge ohne Beleuchtung fahren, was für die Angehörigen des Versorgungsbataillons ein großer Vorteil ist. Die Brille kann sowohl am Helm als auch mit einer Kopftragemaske genutzt werden. Bei einem Test in einer dunklen Halle konnte sich die Ministerin von den Vorteilen der Nachtsichtbrille persönlich überzeugen. Mit der Brille ließen sich alle anwesenden Personen gut erkennen und umgehen, die selbst nichts sehen konnten.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht die Wilhelmstein-Kaserne in Luttmersen.

Die Bundeswehr stelle in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die sogenannte Nato-Speerspitze, die offiziell als Very High Readiness Joint Task Force Land (VJTF) bezeichnet wird. „Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe“, sagte von der Leyen. Der Gefechtsverband besteht zu großen Teilen aus der Panzerlehrbrigade 9 in Munster, zu der auch das Versorgungsbataillon 141 gehört. Der in der Bereitschaftsphase befindliche Verband ist schnell abrufbar: Die Vorauskräfte sind innerhalb von zwei bis drei Tagen verlegebereit, die Hauptkräfte innerhalb von fünf bis sieben Tagen.

Nach 25 Jahren des Kürzens werde nun wieder in die Bundeswehr investiert, der Etat steige zum fünften Mal in Folge. „Es ist noch nicht alles da, was gebraucht wird, aber es kommt“, verwies die Ministerin auf die Beschaffung von Zelten und anderer Ausrüstung sowie weitere gepanzerte Fahrzeuge vom Typ Puma und Boxer. Für die Aufstockung des Materials gebe es einen ganz entscheidenden Grund: Die Soldaten müssten nicht nur in ihren Einsätzen bestmöglichst ausgestattet und geschützt sein, sondern auch mit der Ausrüstung üben können. Investiert werde auch in die Wilhelmstein-Kaserne (siehe Kasten).

Mehr als ein Drittel seiner Soldaten sei mittlerweile mit Nachtsichtbrillen ausgestattet, sagte Brigadegeneral Ullrich Spannuth, Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9. Allerdings oft noch mit Geräten der ersten Generation. Bei der Neuausstattung habe es Verzögerungen gegeben, räumte von der Leyen ein. Bei der Vergabe des Auftrages habe es Klagen unterlegener Bieter gegeben. „Da kann man manchmal nur in die Tischkante beißen“, sagte sie. Aber nun sei alles auf dem Weg. In diesem Jahr sollen insgesamt 4000 der jeweils rund 10.000 Euro teuren Brillen ausgeliefert werden. Ob Oberstleutnant Alexander Eisentraudt, Kommandeur des Versorgungsbataillons 141 und des multinationalen VJTF-Versorgungsbataillons, alle Brillen in Luttmersen behalten kann, steht noch nicht fest. Über die Verteilung der Geräte muss Spannuth entscheiden.

In Kaserne werden 25 Millionen Euro investiert

In den Standort Luttmersen werden rund 25 Millionen Euro investiert, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Übergabe der Nachtsichtbrillen. Mit dem Geld würden die Unterkünfte der Wilhelmstein-Kaserne modernisiert und teilweise auch neu gebaut. Außerdem würden für den Schützenpanzer Puma Unterstellmöglichkeiten geschaffen. Der Großteil der Aufträge werde lokal vergeben. Davon profitiere das Handwerk in der Region. Die Wilhelmstein-Kaserne wurde zwar bereits 1965 fertiggestellt, erhielt aber erst 1973 nach längeren Auseinandersetzungen ihren Namen, der an den Erbauer der Inselfestung im Steinhuder Meer sowie den dort ausgebildeten späteren Heeresformer und General Gerhard von Scharnhorst erinnern soll.

Von Thomas Tschörner

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