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19:41 06.01.2015
Rolf Steuernthal auf der Brücke über die Bundesstraße 6: Von hier aus könnte eine Straße über die Bahngleise hinweg gebaut werden. Quelle: Dirk von Werder
Neustadt

Es geht um fünf beschrankte Bahnübergänge zwischen Poggenhagen im Süden und Himmelreich im Norden. Die sollen einer nach dem anderen durch Unter- oder Überführungen ersetzt werden. Aktuelle Planung: Stadt, Bahn und Region beginnen in Poggenhagen. Anfang des nächsten Jahrzehnts, so die Hoffnung, wird dort eine Bahnüberführung auf neuer Trasse gebaut, diese ersetzt die Überwege Bahnhofs- und Moordorfer Straße.

Rolf Steuernthal, Himmelreicher mit Mandat im Ortsrat Mariensee, ist anderer Meinung: „Warum macht man nicht bei uns den Anfang?“ In seinem Schreibtisch hat er eine nahezu abgeschlossene Planung für eine Brücke über die Bahn bei Himmelreich liegen. Erstellt 1989, nie realisiert. „Damals gab es mit der deutschen Einigung plötzlich andere Schwerpunkte. Aber jetzt könnte man hier innerhalb von zwei Jahren bauen.“

Kernpunkt der Planung: Die Brücke über die Bundesstraße 6 würde in Richtung Nord-Ost verlängert, über die Gleise geführt und nach insgesamt einem Kilometer Länge östlich der Bahn an die Landesstraße Empede/Eilvese angebunden. Der Bau in Himmelreich lasse sich ohne großen Aufwand realisieren; die Planung liege vor, Grunderwerb sei nur in geringem Maß und „absolut problemlos“ möglich. Das nördliche Stadtgebiet sei in der Folge „wesentlich leichter zu erreichen.“ Das sei für die Feuerwehr wichtig, die vom künftigen Gerätehaus an der Nienburger Straße freie Fahrt gen Norden habe. Der CDU-Mann weiß den Ortsrat hinter sich, jetzt will er Abgeordnete in Bundestag und Landtag für seine Idee begeistern und sie dann „zum Wahlkampfthema 2016 machen.“

Das Ziel ist klar: Die Schranken in Poggenhagen (zwei), der Kernstadt (zwei) und Himmelreich sollen mittelfristig verschwinden, die Straßen unter oder über die Gleise geführt werden. Die Bürgerinitiative „Schranke weg“ in Poggenhagen baut dabei zurzeit auf die meiste Unterstützung in Rat und Verwaltung. Die Initiative sieht sich mittlerweile als „Kommunikationsanbahner“. Sprecher Ulrich Thies: „In regelmäßigen Abständen fragen wir nach dem Stand der Dinge in Sachen Schrankenersatz.“ Leider habe es ein „Kommunikationsproblem“ zwischen der Region Hannover (hat die Planungshoheit) und der Bahn AG gegeben. Thies: „Dieses ist nun beseitigt, es gibt einen direkten Kontakt zwischen Bahn und Region“. Ergebnis dieses Kontaktes: Die Region geht „von einer Realisierung des Baus ab 2021“ aus. Zur Erinnerung: Für 9 Millionen Euro würde eine neue Trasse nördlich der Bahnhofsstraße in Poggenhagen gebaut und über die Bahn Richtung Fliegerstraße geführt. Der Rat der Stadt hat dieser Planung vor Jahresfrist erste Priorität eingeräumt. Erst in weiteren Schritten würden dann Übergänge in der Kernstadt und in Himmelreich beseitigt.

Dirk von Werder

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