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Umland Neustadt Nachrichten Zahlreiche Firmen vor Generationswechsel
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14:49 30.01.2018
Sie kümmern sich um Neustadts Wirtschaft: Ulrike Ahrbecker von der städtischen Wirtschaftsplanung (von links), Franziska Hähn (studentische Hilfskraft bei der Wirtschaftsförderung Neustadt) und Uwe Hemens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Quelle: Leonie Zimmermann
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Neustadt

 Fachkräfte fehlen, Büroflächen sind begehrt, genauso wie flächendeckendes Internet: Die Wirtschaftsförderung Neustadt hat mit einer Umfrage die Situation der Betriebe im Neustädter Land unter die Lupe genommen. Von zirka 250 angeschriebenen Unternehmen haben sich 85 zurückgemeldet. „Das ist mit etwa einem Drittel eine sehr gute Resonanz“, sagt Uwe Hemens, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Die Betriebe gehören größtenteils  Handwerks-, Handels- und Dienstleistungsbranche an und haben alle mindestens einen Sitz in Neustadt. Lediglich bei sechs Prozent handelt es sich um Standorte großer Konzerne. Hemens: „Das ist ein guter Spiegel der Wirtschaft in Neustadt: viele Familienbetriebe und unabhängige Geschäftsführer.“ 

„Auffällig ist der große Bedarf an Fachkräften“, sagt Hemens. 58 Prozent der Unternehmen hätten demnach Bedarf an weiteren Mitarbeitern angegeben – in den meisten Fällen ist mindestens eine entsprechende Berufsausbildung gewünscht. Mit dem Ausbildungsangebot zeigten sich die Unternehmer allerdings weitgehend zufrieden. Das liege nicht zuletzt an der renommierten Berufsschule in Neustadt liegt, die zu den größten in Niedersachsen gehört, wie Hemens sagt. „Besonders überrascht hat uns das Ergebnis zur Unternehmensnachfolge“, sagt Hemens, für etwa 20 bis 30 Firmen stehe in den nächsten zehn Jahren ein Führungswechsel an – laut Hemens im Zusammenhang mit dem bundesweiten Fachkräftemangel eine ganze Menge. 

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In Sachen Flächenbedarf fielen die Antworten etwas verhaltener aus – nur 12 Prozent brauchen in den nächsten drei Jahren definitiv zusätzliche Unternehmensräume. „Durch den Ausbau des Gewerbegebiets Ost konnten viele Firmen ihre Räumlichkeiten ausbauen“, sagt Hemens, „dadurch ist der Bedarf derzeit recht niedrig.“ Allerdings könne dieser in Zukunft wieder steigen – dafür arbeite die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Stadt Neustadt stetig am Ausbau des Flächenangebots. „Wir prüfen derzeit noch Möglichkeiten für die Siemensstraße und die Ecke Nienburger Straße/Moorgärten.“ 

Viel wichtiger als der Flächenausbau sind für die Unternehmer im Neustädter Land eine gute Internetversorgung und gut laufender Verkehr. „Mit den vielen Baustellen ist da auf jeden Fall noch Handlungsbedarf in Neustadt“, sagt Hemens. Der Breitbandausbau schreite aber gut voran. Hemens: „Auf Basis der Ergebnisse wenden wir uns jetzt an die einzelnen Betriebe und versuchen, gemeinsam mit ihnen individuelle, langfristige Lösungswege herauszuarbeiten.“ Die flächendeckende Befragung soll fortan regelmäßig wiederholt werden. 

Von Leonie Zimmermann

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