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Neustadt Neuer Südlink-Trassenvorschlag für Neustadts Norden
Umland Neustadt Neuer Südlink-Trassenvorschlag für Neustadts Norden
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17:13 04.04.2019
Torsten Kirchner (rechts) stellt mit Günter Hahn seinen Trassenvorschlag für den Südlink in Neustadts Norden vor. Quelle: Kathrin Götze
Niedernstöcken

Was die Südlink-Trasse im Norden des Stadtgebiets angeht, scheint eine Einigung möglich. Das ist das Ergebnis eines Info- und Diskussionsabends am Mittwoch mit Vertreterinnen des Netzbetreibers Tennet, zu dem der Ortsrat eingeladen hatte. Mit rund 80 Besuchern war der Saal im Dorfgemeinschaftshaus Niedernstöcken ordentlich gefüllt.

Mandelsloher legen neuen Vorschlag für Trasse vor

Bereits zuvor hatten einige Landwirte aus Mandelsloh um Thorsten Kirchner einen alternativen Trassenvorschlag eingereicht, der großteils entlang vorhandener Wirtschaftswege verläuft, weiter von den Ortslagen entfernt als der bisherige. So könnten auch Flurschäden wegen der Bauarbeiten und möglicherweise später durch Wärmeentwicklung im Kabel gering gehalten werden, sagte Kirchner. In Höhe Brase würden damit allerdings doch einige Ackerflächen gequert – der betroffene Landwirt kam mit dem Gegenvorschlag, vom Hallerbruchgraben nordwärts bis zur Heidmühle zu gehen.

Landwirte aus Mandelsloh haben einen alternativen Vorschlag für die Südlink-Trasse durch Neustadts Norden erarbeitet. Sie ist mit einer roten Linie eingezeichnet, der von Tennet vorgeschlagene Korridor liegt zwischen den beiden blauen Linien. Quelle: Kathrin Götze

Bundesnetzagentur trifft die Entscheidung

Tennet hat seinen Vorschlag für einen Trassenkorridor durch das Neustädter Land bereits am 22. März bei der Bundesnetzagentur eingereicht, die die endgültige Entscheidung trifft. Nach einer ersten Prüfung dort werden die Pläne öffentlich ausgelegt, dann haben Anlieger, Behörden und andere Betroffene zwei Monate Zeit, Stellung zu nehmen und möglicherweise noch Änderungen vorzuschlagen.

Tennet-Referentin Elisabeth Benecke sagte den Anliegern zu, einen Vorschlag, den sie im Konsens vorlegten, auf Machbarkeit zu prüfen, bevor er bei der Bundesnetzagentur eingereicht würde. Nachdem sie noch gesagt hatte, dass die Landwirte für Ernteausfälle wegen des Südlinks entschädigt würden, gaben sich einige Grundeigentümer beruhigter –auch wenn längst nicht alle von Sinn und Unschädlichkeit des Projekts überzeugt sind.

Trassen könnte auch durch Windpark verlaufen

Zwischen den Windkraftanlagen bei Niedernstöcken ist auch genug Platz für die Südlink-Trasse, meint der Betreiber. Quelle: Kathrin Götze

Auch Windpark-Betreiber Alexander Jäger-Bloh zeigte sich bei der Versammlung gesprächsbereit. Der Windpark bei Niedernstöcken sowie ein weiteres Vorranggebiet für Windkraft sind bei der bisherigen Planung ausgeklammert worden, weil die Tennet-Planer dort größeren Widerstand befürchten als auf unbebauten Flächen. Er könne sich durchaus vorstellen, dass die Stromtrasse zwischen den Windrädern hindurch verlaufen könnte, sagte Jäger-Bloh.

Arbeitskreis soll Konsens schaffen

Ortsbürgermeister Günter Hahn regte an, dass Grundeigentümer und Windpark-Betreiber in einem Arbeitskreis einen Trassenvorschlag ausarbeiten, mit dem möglichst alle zufrieden sind. Der werde voraussichtlich Ende April tagen, sagte Hahn am Donnerstag.

Die vorbereitete Stellungnahme der Stadt zum Thema ist noch einmal von der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag genommen worden. Man wolle noch weitere Anmerkungen aufnehmen, eventuell auch die aus Niedernstöcken, sagte Rathaussprecher Stefan Bark.

Mehr zum Thema: Mandelsloher wünschen sich andere Südlink-Trasse

Von Kathrin Götze

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