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Neustadt Test bestanden: Junge Feuerwehrleute erkämpfen sich die Leistungsspange
Umland Neustadt

Neustadt: 216 Bewerber schaffen die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr

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06:00 16.09.2019
Das Team Wennigsen/Gehrden/Limmer schafft eine gute Zeit bei der Schlauchstaffel. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

Im vollen Lauf sausen die jungen Leute über den Rasen auf dem Sportplatz der KGS in Neustadt. Sie rollen an markierten Punkten Feuerwehrschläuche aus. Eilig werden die Abschnitte miteinander verbunden und dann geradegelegt, bevor die Truppe zur Ziellinie stürmt. „Übung beendet“, meldet der Gruppenführer. Wertungsrichter Laurin Steding drückt auf die Stoppuhr. „60 Sekunden“, ruft er den Jugendfeuerwehrleuten aus Wennigsen, Gehrden und Hannover-Limmer zu. Die Gruppe bricht in Jubel aus.

Zehn Punkte aus fünf Wettbewerben müssen sein

Eine gute Zeit für die 120-Meter-Schlauchstaffel, das gibt drei von vier Punkten für die Endwertung. Die Gruppe aus Helstorf-Mandelsloh schafft es kurz darauf in 73 Sekunden. Das bringt noch einen Punkt, der ebenfalls bejubelt wird. Denn damit ist klar: Das Team hat die 10 Punkte erreicht, die es bei den unterschiedlichen Übungen über den Tag verteilt sammeln musste, damit alle Bewerber die Leistungsspange der Jugendfeuerwehren erhalten.

Den ganzen Sonntag arbeiten 32 Teams aus noch mehr Ortschaften der Region Hannover sowie je eines aus dem Kreis Hameln-Pyrmont und dem Kreis Diepholz darauf hin, am Ende die begehrte Auszeichnung ans Revers gesteckt zu bekommen. Neben der Schlauchstaffel stehen auch Kugelstoßen, ein Löschangriff mit Saugschläuchen (allerdings ohne Wasser), ein Staffellauf sowie eine Fragerunde zu Feuerwehrthemen auf dem Programm.

Team kann nur gemeinsam siegen

Bewertet wird nicht die Einzelleistung, sondern immer die Teamarbeit: Neun Teilnehmer – vielfach aus unterschiedlichen Ortsfeuerwehren – müssen beweisen, dass sie gut zusammenarbeiten können. Klappt das nicht, fallen alle durch. „Das sind schon harte Anforderungen, die Spange bekommt man nicht geschenkt“, sagt Andreas Wrede. Der ehemalige Niedernstöckener Ortsbrandmeister zählt zum Betreuerstab des Teams Helstorf/Mandelsloh.

Sie haben in fünf Disziplinen Punkte gesammelt, um die höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr zu bekommen: Mehr als 300 junge Feuerwehrleute traten am Sonntag in Neustadt an – 216 von ihnen tragen jetzt die Leistungsspange.

Mitmachen dürfen Jugendliche von 15 bis 18 Jahren. Weil nicht jede Jugendfeuerwehr ein Neunerteam zusammenstellen kann, tun sich verschiedene Dörfer zusammen – oder es laufen so genannte „Füller“ mit, die entweder noch zu jung für die Leistungsspange sind oder sie bereits erworben haben. „Eine besondere kameradschaftliche Leistung“, meint Daniel Imhof, der sich als stellvertretender Regionsjugendfeuerwehrwart um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Ehrengäste kommen zur Verleihung

Zur Verleihung der Spangen am späten Nachmittag kommen zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Feuerwehr. Sie finden lobende Worte für die Absolventen und tröstende für jene, die es diesmal nicht geschafft haben. Letztere bekommen eine neue Chance und dürfen die Prüfung nach vier Wochen wiederholen. Dazu müssen sie allerdings in einen Nachbarlandkreis fahren – in der Region Hannover gibt es nur eine Abnahme im Jahr. Wer die Prüfung bestanden hat, ist lange stolz darauf: Auch altgediente Kameraden tragen die Leistungsspange noch gerne an der Jacke.

29 Teams schaffen es ans Ziel

35 Teams waren gemeldet. 34 traten an – und 29 von ihnen schafften es schließlich zur ersehnten Auszeichnung. Insgesamt 216 junge Leute dürfen jetzt die Leistungsspange am Revers tragen. Die Teams setzten sich aus folgenden Ortschaften oder Ortsteilen zusammen: Blumenau/Bolsehle/Kolenfeld (zweimal), Bokeloh/Steinhude, Eilvese, Gehrden, Gehrden/Wennigsen/Limmer, Harkenbleck, Helstorf/Mandelsloh, Horst/Garbsen, Isernhagen (mehrere Jugendfeuerwehren), Klein Heidorn/Schloss Ricklingen, Laatzen/Ingeln-Oesselse/Laderholz/Borstel/Dudensen, Lehrte (zweimal, mehrere Jugendfeuerwehren), Mariensee-Empede/Hagen, Misburg, Neustadt, Nöpke/Luthe, Osterwald UE, Seelze, Sehnde (drei Gruppen, jeweils mehrere Jugendfeuerwehren), Suttorf, Wedemark, Barver (Kreis Diepholz) und Emmerthal (Kreis Hameln-Pyrmont).

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Von Kathrin Götze

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