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Neustadt Der erste Springer-Pastor: Brusermann verabschiedet sich in den Ruhestand
Umland Neustadt

Neustadt: Abschiedgottesdienst für Pastor Thomas „Ele“ Brusermann 

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15:00 04.12.2019
„Etwa 80 Prozent meiner Zeit habe ich in Neustädter Gemeinden gearbeitet“, sagt Brusermann. Quelle: Privat
Neustadt

Thomas Brusermann war der erste sogenannte Springer-Pastor im Kirchenkreis Wunstorf- Neustadt – nun geht der Mann, den viele nur unter dem Spitznamen Ele kennen, in den Ruhestand. Zu seiner Entpflichtung wird am Sonntag, 8. Dezember, ab 15 Uhr ein Gottesdienst in der Liebfrauenkirche Neustadt gehalten, musikalisch begleitet von Stifts- und Kreiskantorin Claudia Wortmann und dem Flötenchor Mandelsloh. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein Empfang im Haus an der Kirche geplant.

Seit 2013 als Seelsorger im Kirchenkreis Wunstorf-Neustadt

Brusermann war 2013 als Seelsorger mit einer besonderem Aufgabe in den Kirchenkreis Wunstorf-Neustadt gekommen – als sogenannter Springer-Pastor. „Überall, wo eine längere Vertretung einer Pastorin oder eines Pastors erforderlich war, sprang er ein“, sagt Superintendent Michael Hagen. Andere Pastoren konnten beispielsweise ein Studiensemester einlegen, ohne dass diese Zeit zulasten der jeweiligen Nachbarn ging. „Die hätten ja sonst einspringen müssen“, erklärt Hagen.

Seelsorgerische Tätigkeit in der Nähe von Bremen

Bis zu seinem Umzug nach Bordenau war Brusermann Seelsorger der Kirchengemeinde in Leeste, einem Ortsteil von Weyhe, in der Nähe Bremens. Dort war er 1986 auch ordiniert worden. 27 Jahre hat er seinen Posten inne gehabt. In die Region Hannover ging es für ihn, weil seine Frau Dagmar hier eine Stelle als theologische Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe Leine-Mittelweser bekleidet. „Wir wollten nicht über Jahre eine Fern-Ehe führen“, begründete Brusermann damals den gemeinsamen Entschluss, in Wunstorf neu anzufangen. „Keine feste Gemeinde mehr zu haben, wird mir bestimmt zunächst schwer fallen“, sagte er damals, fügte aber hinzu, er freue sich auch auf die Abwechslung.

Als Seelsorger hat er zehn Gemeinden betreut

Und davon hat er viel gehabt: Im Kirchenkreis Wunstorf-Neustadt war der Seelsorger in sechs Jahren in zehn verschiedenen Kirchengemeinden tätig, übernahm dort auch Vakanzen, wie zuletzt in Niedernstöcken und der Kapellengemeinde Esperke. „Etwa 80 Prozent meiner Zeit habe ich in Neustädter Gemeinden gearbeitet“, sagt Brusermann. Für ihn sei es eine tolle und erfüllte Zeit gewesen, resümiert er die Dienstjahre an der Leine. Er war auch Seelsorger in der Jugendarrestanstalt und engagierte sich verantwortlich in der Brasilien-Partnerschaftsarbeit des Kirchenkreises. Den Posten als Springer übernimmt zum 1. Februar nächsten Jahres Gudrun Gerloff-Kingreen. Sie war vorher Pastorin der Wunstorfer Corvinus-Kirchengemeinde.

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