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Neustadt Bahnbrücke Poggenhagen soll 2023 stehen
Umland Neustadt Bahnbrücke Poggenhagen soll 2023 stehen
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00:21 23.02.2019
Am Bahnhof Poggenhagen ist die Schranke häufig geschlossen. Quelle: Kathrin Götze
Poggenhagen

Die Brücke über die Bahngleise in Poggenhagen soll nach neuem Zeitplan voraussichtlich Ende 2023 stehen. Das haben die Verantwortlichen von DB Netz AG und Region am Dienstagabend mit Vertretern des Ortsrats und der Bürgerinitiative „Schranke weg“ abgesprochen. Wie meist bei so großen Projekten sei aber auch dieser Zeitplan nicht in stein gemeißelt, betonten die Planer in dem Gespräch.

Die Bürgerinitiative Schranke weg macht Werbung am Poggenhagener Frosch nahe dem Bahnübergang Moordorfer Straße. Quelle: Kathrin Götze

Vorab hatte eine Kommunikationspanne für Aufregung bei der Bürgerinitiative gesorgt. Zwischendurch hatte Chefplaner Conrad Vinken dem Sprecher der BI, Ulrich Thies, jeweils 2020 als möglichen Baubeginn genannt. In einer Projektbesprechung vor rund drei Wochen hatten die Vertreter der DB Netze dann daran erinnert, dass Sperrpausen für Bauarbeiten direkt an der Bahnstrecke immer drei Jahre im Voraus angekündigt werden müssen.

Eine solche Sperrpause werde voraussichtlich im September 2023 möglich sein, haben die Beteiligten nun vereinbart. Der Großteil der Bauarbeiten könne aber bereits zuvor stattfinden, versichert Regionssprecherin Carmen Pförtner. Planer Vinken erläutert, dass Straße und Brückenwiderlager zuerst bis dicht an die Gleise heran gebaut werden, um schließlich, „vielleicht an einem halben Tag“, mit schweren Kränen die vorgefertigte Brücke über den Oberleitungen der Bahn einzuhängen. Die Vorarbeiten würden nach derzeitigem Stand etwa Ende 2022, Anfang 2023 beginnen.

Nachdem sie eingehängt ist, könne die Brücke voraussichtlich bald befahren werden – und der Bau eines Tunnels an der Bahnhofstraße beginnt – nach derzeitigem Stand wohl 2024. Die Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ist notwendig, um den Betrieb des Bahnhofs sicherzustellen, schließlich muss man dort von einer Seite der Gleise auf die andere wechseln können.

Die rote Linie zeigt den geplanten Verlauf der Brückenstrecke von der Flieger- zur Pogenhagener Straße. Quelle: HAZ-Grafik/Region Hannover

Bevor aber der Bau beginnen kann, ist noch das so genannte Planfeststellungsverfahren nötig, das wohl recht bald beginnen wird, wie es hieß. In diesem Verfahren kommen auch Anlieger zu Wort, die Auswirkungen des Bauprojekts werden abgeklärt, mögliche Einwände abgewogen. Dabei könnten sich insbesondere Anwohner der Hachland-Siedlung an der Wunstorfer Straße zu Wort melden, die nach dem Bau der Brücke deutlich mehr Verkehr vor ihren Häusern befürchten. „Ein Planfeststellungsverfahren ist eine sehr filigrane Sache, da kann man nicht alles voraus festlegen“, sagt Regionssprecherin Pförtner.

Die geplante Brückenstrecke soll von der Fliegerstraße aus nach links durch den Wald und über den Acker auf der anderen Seite der Gleise verlaufen, dann ein Stück nördlich von Gut Harms auf die Poggenhagener Straße treffen. Der Bahnübergang Moordorfer Straße soll dann entfallen.

Übergänge Himmelreich und Siemensstraße sollen folgen

Parallel zum Projekt in Poggenhagen arbeitet die Stadt auch an der Aufhebung weiterer höhengleicher Bahnübergänge. Als nächste sind die Übergänge an der Siemensstraße, in Himmelreich und Eilvese dran. Auch bei Himmelreich soll eine Brücke über die Bahngleise führen. „Wegen des verkehrlichen Zusammenhangs soll in diesem Zuge außerdem der Bahnübergang Eilvese umgebaut werden“, sagt Stadtsprecherin Pamela Klages. Dazu hätten Vertreter der DB Netz AG, Friedhelm Fischer von der Landesstraßenbaubehörde Hannover und Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck jetzt vereinbart, die Vorplanungen auf den Weg zu bringen.

Abstimmungsgespräche zum Bahnübergang Siemensstraße soll es im Frühjahr geben. „Ich bin mehr als optimistisch, dass nach jahrzehntelangen Ideen und Verkehrskonzepten die Beseitigung der Bahnübergänge im Neustädter Land näher rückt. Wunder dürfen aber nicht erwartet werden. Es handelt sich um komplexe Vorhaben und Genehmigungsverfahren, die zusätzlich auf einen ausgelasteten Markt treffen.“ so Sternbeck.

Von Kathrin Götze

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