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Neustadt Welches Baugebiet wird’s? Stadt soll Mandelsloher befragen
Umland Neustadt

Neustadt: Baugebiet für Mandelsloh: Stadt soll Bürger befragen

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18:00 28.01.2020
Soll Mandelslohs neues Baugebiet am Ackerrand links im Bild entstehen oder in der Siedlungslücke rechts im Bild? Nun sollen die Bürger entscheiden. Quelle: Mirko Bartels (Archiv)
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Mandelsloh

Auch der Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung hat am Montag keine Entscheidung darüber gefällt, welches von zwei attraktiven Baugebieten in Mandelsloh entwickelt werden soll. Die Mehrheit aus CDU, UWG und Grüne/Linke sprach sich stattdessen dafür aus, die Bürger zu befragen.

In welcher Form eine solche Bürgerbefragung stattfinden kann, müsse die Verwaltung nun noch ausloten, sagte Stadtsprecherin Kathrin Kühling am Dienstag. Die Mehrheitsgruppe spreche sich für diese Lösung aus, weil aus dem Ortsrat kein eindeutiges Votum zu haben sei, sagte CDU-Sprecher Heinz-Jürgen Richter.

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Beide Seiten stehen sich kompromisslos gegenüber

Für die SPD verwies Christina Schlicker auf ein Votum zugunsten des Baugebiets Wiekfeld, das östlich der Einkaufsmärkte an der Amedorfer Straße auf Ackerflächen entstehen könnte. Damals aber hätten Entwurf und Erschließungsvorschlag für das Wiekfeld den Ausschuss nicht zufriedengestellt, daher habe man das Thema mit neuem, verbessertem Entwurf erneut in den Ortsrat gegeben. „Seitdem gibt es eine Pattsituation, beide Seiten stehen sich kompromisslos gegenüber“, fasste Richter zusammen.

Neue Rüge für Ortsbürgermeister

Daran änderte auch das ungeschickte Auftreten von Ortsbürgermeister Günter Hahn (UWG) gemeinsam mit seinem Stellvertreter Tillmann Zietz (CDU) für das konkurrierende Gebiet Steinhagen nichts. Im Gegenteil: Auch in der Ausschusssitzung rügte Schlicker Hahn in Abwesenheit erneut dafür, wie es ihre SPD-Kollegin Heike Stünkel-Rabe im Ortsrat bereits einmal getan hatte.

Arbeitskreis fordert Bewertung nach Sachkriterien

Der Arbeitskreis Dorfentwicklung Mandelsloh bemängelte, dass der Ausschuss nicht nach Sachkriterien vorgegangen sei, um die Baugebiete zu bewerten. Eine solche Bewertung im Arbeitskreis selbst sei eindeutig für das Wiekfeld ausgefallen, sagte dessen Sprecher Bodo Messerschmidt.

Beide Gebiete hätten ihre Vorzüge, sagte FDP-Mann Thomas Iseke und schlug vor, einfach beide gleichzeitig zu vermarkten. „Das würde sich sicher auch günstig auf die Grundstückspreise auswirken“, sagte er. Dem widersprach die zuständige Fachbereichsleiterin Annette Plein, und auch die anderen Ratsmitglieder mochten sich nicht anschließen. Man werde sicher auf lange Sicht beide Gebiete erschließen können, sagte Richter. „Es geht nur darum, wo fange ich an?“ Richter sagte zu, wenn ein Votum der Bürger zustande komme, werde sich die Mehrheitsgruppe auch daran halten.

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