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Neustadt Bis 2025 sollen 490 neue Wohnungen entstehen
Umland Neustadt Bis 2025 sollen 490 neue Wohnungen entstehen
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00:19 08.04.2019
In der Kernstadt sollen nahe den Hochhäusern Im Heidland weitere Mehrfamilienhäuser entstehen. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Glaubt man den Zahlen der Region Hannover, ist Neustadt eine Oase günstigen Wohnraums. Denn im Vergleich zum Rest der Region sind Grundstücks-, Häuser- und Mietpreise deutlich niedriger. Dennoch fehlt es an Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen, wie auch im restlichen Regionsgebiet. Isabell Kurz vom Fachbereich Soziales der Region hat am Donnerstagabend im Rat das regionale Wohnraumversorgungskonzept erläutert.

490 Wohnungen sollen bis 2025 gebaut werden

Die Fachleute gehen davon aus, dass regionsweit 28.300 Wohnungen fehlen. Um den Bedarf zu decken, soll jede Kommune ihren Beitrag leisten. In Neustadt sollen dem Konzept nach bis 2025 insgesamt 490 neue Wohnungen entstehen, 220 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern und 270 in Mehrfamilienhäusern. 110 dieser Wohnungen sollen als sozialer Wohnraum gefördert werden. Um einen Anreiz zu bieten, zahlt die Region für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern je 1500 Euro, für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit je 5500 Euro an die Kommune. Für Wohnungen mit Sozialbindung für mindestens 20 Jahre kommen noch jeweils 3000 Euro dazu.

Steckbrief für Neustadt: Weniger Zuwachs an Einwohnern

Um die jeweiligen lokalen Besonderheiten zu erfassen, haben die Mitarbeiter so genannte kommunale Steckbriefe für jeder der 21 Regionskommunen angelegt. Neustadt ist dabei als „attraktiver Wohnstandort mit durchschnittlicher Kaufkraft“ geführt, die Arbeitslosenquote ist geringer als im Durchschnitt der Region. Unter dem Durchschnitt wiederum liegt der Einwohnerzuwachs. In den Jahren von 2007 bis 2012 habe man sogar einen kleinen Rückgang registriert, sagte Kurz. Der Zuwachs seit 2013 sei vor allem auf den Zuzug von Flüchtlingen zurückzuführen. Weniger junge und mehr alte Leute als im Regionsdurchschnitt leben in der Stadt.

Nachholbedarf beim Geschosswohnungsbau

Zuwachs gibt es vor allem bei den kleinen Haushalten mit einer oder zwei Personen. Und die Bautätigkeit liegt unter dem Regionsschnitt. Insbesondere der Geschosswohnungsbau sei steigerungsfähig, sagt Kurz. Das Miet- und Preisniveau liege deutlich unter dem Regionsschnitt, und es ist auch in den jüngsten Jahren weniger angestiegen als anderswo in der Region.

Politiker wollen Statistik auch für Stadtteile

Ortsräte und Stadt sind schon fleißig dabei, Wohnbauland zu entwickeln, vielfach ist auch Platz für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Um weiter planen zu können, müsse man die Angaben aus dem Steckbrief noch auf die einzelnen Ortschaften der Stadt herunterbrechen, sagte FDP-Ratsherr Thomas Iseke, „so können wir damit nichts anfangen“, fügte er hinzu, was ihm empörtes Raunen von den Ratskollegen einbrachte..

UWG-Sprecher Willi Ostermann sagte, die Stadt müsse diese Ausarbeitung selber vornehmen, er nannte das Wunstorfer Wohnraumkonzept als Vorbild. Dort sind statistische Zahlen für die einzelnen Stadtteile aufgelistet. „Wir könnten schon weiter sein“, sagte Ostermann, der mit seiner Wählergemeinschaft vor zwei Jahren beantragt hat, ein solches Konzept zu erstellen. Nun führt zumindest SPD-Bürgermeisterkandidatin Christina Schlicker die gleiche Forderung ins Feld.

Von Kathrin Götze

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