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Neustadt Bürgermeister Uwe Sternbeck feiert Abschied aus dem Amt und erhält einen Adelstitel
Umland Neustadt

Neustadt: Bürgermeister Uwe Sternbeck feiert Abschied aus dem Amt

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19:35 31.10.2019
Annette Plein und Maic Schillack überreichen Uwe Sternbeck das Abschiedsgeschenk der Kollegen: Eine besondere Whiskyprobe mit Adelsprädikat in Schottland. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt

Fürs Erste haben sich Uwe und Anja Sternbeck eine Auszeit vorgenommen, dazu stehen einige Reisen bevor. Der scheidende Bürgermeister und seine Frau wollen ausgiebig durch Südeuropa touren. Und dank des Abschiedsgeschenks der Kollegen dürfte bald auch ein Trip gen Norden dran sein: Sternbecks bekamen eine Whiskyprobe in Schottland geschenkt, inklusive der Ernennung zu Lord und Lady über je einen Quadratmeter schottisches Highland. „Wir hoffen, Sie können noch rechtzeitig ins Oberhaus einziehen, um den Brexit zu verhindern – nur deshalb musste er jetzt verschoben werden“, scherzte der Erste Stadtrat Maic Schillack.

Komplimente für „Ehrenmann“ Sternbeck

Sternbecks amtlicher Stellvertreter bewährte sich beim Abschiedsfest für seinen Chef vor mehr als 150 Gästen als launiger Moderator, führte anhand von Ausdrücken der Jugendsprache durch das Programm. „Ehrenmann“ Sternbeck erhielt von etlichen Wegbegleitern seiner 15-jährigen Amtszeit reichlich Komplimente. „Babo“ Hauke Jagau pries die unaufgeregte, aber verbindliche Art, mit der Sternbeck die Stadt geführt habe.

Regionspräsident Hauke Jagau gratuliert. Quelle: Kathrin Götze

Interessenlagen sauber sortiert

„Swag“, also lässig-coole Ausstrahlung, bescheinigte Schillack dem Ratsvorsitzenden Wilhelm Wesemann. Und der lobte Sternbecks hohe soziale Kompetenz, die es ihm neben dem verwaltungstechnischen Fachwissen ermöglicht habe, die manchmal unübersichtlichen Interessenlagen der Stadtpolitik sauber zu sortieren. Hilmar von Lojewski vom Deutschen Städtetag, den er als „Selbsthilfegruppe für Hauptverwaltungsbeamte“ bezeichnete, lobte Sternbeck für kluge Anmerkungen und seine präzise, selbstlose und pragmatische Art. Jan Arning vom niedersächsischen Pendant fügte Ruhe, Diplomatie und einen subtilen, trockenen Humor hinzu.

Eberhardt sieht Gemeinsamkeiten

Wunstorfs Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, als Sprecher der Hauptverwaltungsbeamten in der Region, verwies auf die gute Zusammenarbeit der Nachbarstädte und die Gemeinsamkeiten, die auch beide Bürgermeister verbänden. Eine der Gemeinsamkeiten, die Eberhardt hervorhob, ist der christliche Glaube, der beide auch im Amt trage.

Jörg Homeier (zweiter von rechts) kommt mit seinem Ensemble "Akkordarbeiter": Der Fachbereichsleiter für Infrastruktur kann auch singen. Quelle: Kathrin Götze

Das bekräftigte Superintendent Michael Hagen in seiner Laudatio. In einer Kirchennacht in Liebfrauen habe sich Sternbeck als frisch gewählter Bürgermeister seinerzeit sympathisch, locker und entspannt präsentiert, erinnerte sich Hagen. Und dass er einmal an einem Schützenfestwochenende zum Kirchentag gefahren sei, sei angesichts der Leidenschaft der Neustädter für das Traditionsfest schon sehr gewagt gewesen. Mit Kritik müsse man umgehen können, „nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler“.

Mit einer Feierstunde im Schloss Landestrost verabschiedeten Kollegen, Weggefährten und mehr als 150 Gäste Bürgermeister Uwe Sternbeck aus dem Amt.

Bilanz und Dank für Glanzlichter

Sternbecks eigene Bilanz listet unter anderem die Festwoche Ab in die Mitte und das Stadtmarketing auf. Das Beleuchtungskonzept und Lichterfeste folgten, auch den Ausbau der Uferwegs in Mardorf, des Schulzentrums Süd und des ZOB trieb er voran. Die Kinderbetreuung wuchs unter seiner Führung zur größten Einheit der Stadtverwaltung an, die Dörfer profitierten von Förderprogrammen wie Ilek und Leader das Mühlenfelder Land schließlich von einer in Dauer und Intensität noch nicht dagewesenen Dorferneuerung. Weiteres Glanzlicht für Neustadts Ansehen sei die 800-Jahr-Feier 2015 gewesen, sagte Sternbeck. Er dankte den vielen engagierten Neustädtern, die helfen, die Stadt zu einer besonderen zu machen und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Musiktalente aus dem Umfeld

Dass in Sternbecks Umfeld besondere Talente gedeihen, bewies Jörg Homeier, Fachbereichsleiter für Infrastrukturen, der mit seinem A-cappella-Ensemble Akkordarbeiter einige Lieder vortrug. Und Steffen Schlakat widmete dem Stiefvater beim Auftritt mit seiner Band Trift einen eigenen Song: „Vielen Dank, Bürgermeister“.

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Von Kathrin Götze

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