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Neustadt Bürgermeisterkandidaten sagen, was sie im Wahlkampf gelernt haben
Umland Neustadt

Neustadt: Bürgermeisterkandidaten sagen, was sie im Wahlkampf gelernt haben

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00:16 18.06.2019
Christina Schlicker (links) und Dominic Herbst gehen in die Stichwahl um das Bürgermeisteramt. Quelle: Urheberrechtlich geschuetzt
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Neustadt

Die letzte Frage an die Stichwahl-Kandidaten zur Bürgermeisterwahl ist persönlicher Natur. Beide haben einen monatelangen, engagierten, teils aufreibenden Wahlkampf hinter sich. Und was haben sie in dieser Zeit über sich, die Stadt und die zukünftige Aufgabe gelernt?

Christina Schlicker (SPD): Im Wahlkampf habe ich weniger auf Plakate und mehr auf direkte Gespräche gesetzt. Mir wurde klar, dass die meisten Menschen im Neustädter Land diesen Schwerpunkt richtig fanden. Kommunalpolitik und -verwaltung leben vom Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Verantwortliche müssen diesen unmittelbaren Kontakt suchen, hieß es oft – und das ist genau meine Meinung.

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Besonders viel habe ich von den Besuchen an Hunderten Haustüren in den Dörfern und der Kernstadt mitgenommen: Die Wähler wollen eine aktive Bürgermeisterin, die sich engagiert um ihre Anliegen kümmert. Diesen konkreten Auftrag nehme ich gerne mit.

Doch trotz disziplinierter Arbeit, Lebenserfahrung und politischer Führungskompetenz braucht es ein funktionierendes Team im Hintergrund. Auch hier sind meine Erfahrungen durchweg positiv. Letztlich bin ich dankbar für die zahllosen Anregungen und den großen Zuspruch, den ich bekommen habe. Im Wahlkampf wurde mir einmal mehr klar, wie schön es ist, sich für unsere Stadt starkzumachen!

Dominic Herbst (Grüne): Ich bin im Wahlkampf immer ehrlich und authentisch gewesen. Es ist mir wichtig gewesen, mich so zu zeigen, wie ich bin, und den Neustädterinnen und Neustädtern die Möglichkeit zu geben, mich ganz persönlich kennenzulernen.

Das persönliche kennenlernen ist in meinen Augen am Ende der Schlüssel in jedem Wahlkampf. Aber insbesondere bei einer Personenwahl möchten die Menschen die Möglichkeit bekommen, dem Kandidaten ihre Fragen und Anliegen direkt näherzubringen. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten ehrliche und klare Antworten, die habe ich gegeben und mich auch um einzelne Sachthemen gekümmert und bin Problemen nachgegangen. Was ich in den letzten Monaten noch mehr gelernt habe, ist, wie wichtig es ist, ansprechbar, empathisch und ehrlich zu sein. Das ist auch die Art, wie ich das Amt des Bürgermeisters ausfüllen möchte.

Ich habe auch gelernt, wie wichtig es ist, einen breiten Unterstützerkreis zu haben. Ich bin den Grünen dankbar, die mich zu 100 Prozent unterstützt haben und mir gleichzeitig die Freiheit gegeben haben, meinen Wahlkampf so zu führen wie ich es persönlich richtig finde. Neben den Grünen hatte ich auch viele Unterstützer aus dem Freundeskreis. Ohne all diese Personen hätte ich diesen intensiven Wahlkampf nicht führen können. Dankbar bin ich auch den Freunden aus der Politik, die nicht bei den Grünen sind und mir mit hilfreichen Tipps und einem offenen Ohr jederzeit zur Verfügung standen.

Von Kathrin Götze