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Neustadt Der Feldlerche geht der Lebensraum verloren
Umland Neustadt Der Feldlerche geht der Lebensraum verloren
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17:25 03.05.2019
Die Feldlerche ist der Vogel des Jahres - weil ihr Lebensraum gefährdet ist. Quelle: Manfred Delpho
Neustadt

Sie ist der Vogel des Jahres für den Naturschutzbund Nabu und seinen bayrischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz. Die Feldlerche ist mit ihrem jubelnden Gesang am Morgen einer der beliebtesten Vögel. Doch in einer von Intensivkulturen geprägten Agrarlandschaft mit immer weniger Brachflächen und Insekten fehlen der Vogelart Rückzugsräume und Nahrungsangebot –es wird still auf den Feldern. In einem Vortrag in Neustadt will Nabu-Referent Ulrich Stahl den Vogel mit seiner Lebensweise vorstellen und berichten, welche Forderungen die Naturschützer mit der Nominierung an die Agrarpolitik stellen.

„Die Feldlerche steht als Jahresvogel auch stellvertretend für andere Feldvögel wie Kiebitz oder Rebhuhn, denen es zum Teil sogar noch schlechter geht“, heißt es in der Ankündigung. „Die immer intensiver werdende Landwirtschaft ist zum Hauptgrund für das Artensterben in Europa geworden.“ Mit 1,3 bis 2 Millionen Revieren gehöre die Feldlerche noch zu den häufigen Vögeln Deutschlands, allerdings befänden sich die Bestände im Sinkflug: In den vergangenen 25 Jahren sei die Zahl um ein Drittel zurückgegangen, aus vielen Gebieten Deutschlands sei die Feldlerche schon völlig verschwunden.

Man hört die Lerche eher als man sie sieht, sagt Referent Stahl. „Die Männchen singen meist im Flug aus einer Höhe von 50 bis 200 Metern, wo sie mit bloßem Auge kaum mehr zu erkennen sind.“ Der scheinbar endlos tirilierende Gesang gehört zur althergebrachten Klangkulisse in der Agrarlandschaft. früher war es oft unmöglich, einen einzelnen Vogel aus dem Klangteppich herauszuhören. „Inzwischen ist es schon eine Freude, überhaupt noch eine Lerche zu hören“, sagt Stahl.

Zu dem Vortrag, der am Mittwoch, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Veranstaltungszentrum Leinepark, Suttorfer Straße 8, beginnt, sind Nabu-Mitglieder und interessierte Gäste gleichermaßen eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Von Kathrin Götze

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