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Neustadt Boes bringt Frauen zum Lachen und Männern was bei
Umland Neustadt

Neustadt: Die Komikerin Mirja Boes tritt im Gymnasium Neustadt auf

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19:47 04.11.2019
Seit 24 Jahren erfolgreich im Showgeschäft: Comedy-Highlight, Schauspielerin und Sängerin Mirja Boes folgt der Einladung von Neustadts Theater- und Konzertkreis. Quelle: Patricia Chadde
Neustadt

„20 Zentimeter, nie im Leben, kleiner Peter“, geht der Refrain von Mirja Boes bekanntestem Comedyschlager. Thematisch unter der Gürtellinie spielten sich auch weite Teile ihres Programms ab, das die 48-jährige am Sonnabend in der Aula des Neustädter Gymnasiums auf die Bühne brachte. Der Theater- und Konzertkreis hatte die bekannte-Komikerin („Die Dreisten Drei“) mit ihrer Band, den Honkey Donkeys, eingeladen. Der Saal ist gut gefüllt, nicht ausverkauft. Mirja Boes redet schnell, denkt schnell, hat heute aber die Technik nicht auf ihrer Seite. Der Ton ist so laut gedreht, dass dem Publikum die Ohren wegfliegen und die Komikerin ein ernstes Wort mit dem Soundmann reden muss.

Das Programm beginnt mit einer Videoeinspielung. Cindy aus Marzahn und andere prominente Freunde aus der Comedy-Szene preisen die Kodderschnauze als eine von ihnen. Boes ist bekannt ohne Frage, aber ist sie auch gut?

So, wie manche Revue endet, geht es bei Mirja Boes und Band los: In Abendkleid und Glitzerjacket. Dann folgt eine Reise in die Region unterhalb des Hosenknopfes.

Boes räsoniert über Menstruation und Penislänge

Eine Zuschauerin schleicht sich verspätet in den Saal. „Warum kommst du so spät?, fragt Boes. „Der Mann hat die Uhr nicht richtig gelesen", lautet die Antwort. Und wo ist der Mann jetzt? „Zu Hause bei den Kindern? Super! Alles richtig gemacht!" Die Zuschauer folgen ihren Perspektivwechseln amüsiert. „Endlich kriege ich den obersten Knopf meiner Hose wieder zu.“ Pause. „Leider habe ich sie nicht an", ist ein für den Abend typischer Kalauer. Vor allem unterhalb des Hosenknopfes findet Boes ihre Themen. Eine detailreich geschilderte Darmspülung zählt dazu. Und die Frage, warum der Ingenieur Carl Hahn 1947 in Deutschland den Tampon entwickelt hat und nicht etwa ein „Mäh-Moped“? Die Zuschauerinnen lachen bei solchen Themen hemmungslos, unter den Herren gibt es verhaltene Reaktionen. Ein „Männergag“ kommt vom Band, eingespielt wird Atze Schröder: „Die bläst wie der Teufel“, sagt er.

Starke Band

Dann springt das Bühnenlicht an, Mirja Boes entert im Glitzersmoking die Bühne. Stark heute Abend: ihre Bandmitglieder die in langen, glitzernden Abendkleidern und wedelnden Federboas auf der Bühne stehen. "Ey, die Show geht los. Ihr könnt hier doch nicht einfach in Straßenklamotten auftauchen. Zieht euch mal ordentlich an!" rotzt Mirja Boes los. Die Band macht umgehend kehrt und kommt im schwarzen T-Shirts-Jeans-Turnschuh- Outfit zurück. Die nächsten Songs tragen die Titel: „Namen in den Schnee pinkeln“ und „Periodenprotestsong“.

„Sing meinen Song“ von Elvis bis Udo

Dann kommt der größte Hit der Sängerin. Oder der einzige Hit, wie Saxofonist Frank Sackenhein anmerkt. Der Titel „20 Zentimeter, nie im Leben, kleiner Peter" wird in den folgenden Minuten in Imitationen der Wildecker Herzbuben, Udo Lindenberg, Elvis Presley, Rammstein und Luciano Pavarotti intoniert. Zum Abschied wird zusammen gesungen. Boes und Band geben alles - die Zuschauer singen lalala, und ein gemeinsamer, thematisch ungewöhnlicher Abend klingt aus.

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Von Patricia Chadde

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