Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Neustadt Sinus-Studie soll Unternehmen helfen
Umland Neustadt Sinus-Studie soll Unternehmen helfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:19 16.11.2018
Im Oktober trafen sich Neustädter Unternehmen zum Ausbilderfrühstück am Gymnasium. Das nächste Ausbilderfrühstück findet im Frühjahr 2019 statt. Quelle: Kathrin Götze
Anzeige
Neustadt

Die Neustädter sind... Ja, wie sind die Neustädter eigentlich? Eine Gruppe sei überdurchschnittlich konservativ-traditionell und ein anderer Teil der Bevölkerung sozial-ökologisch interessiert. Das hat die gesellschaftsanalytische Sinus-Studie herausgefunden. Die Agentur Ruhr aus Dorsten hat die Daten für Neustadt und das Neustädter Land aufgearbeitet. Die Ergebnisse wurden von der Neustädter Wirtschaftsförderung und der Stadtbibliothek erworben und sind ab sofort der Öffentlichkeit zugänglich. Wirtschaftsförderer Uwe Hemens will die Ergebnisse jetzt auf Neustadt anwenden und Rückschlüsse für Unternehmen ziehen, um ihnen bei dem Werben geeigneter Mitarbeiter zu helfen und bei der Vermarktung ihrer Produkte.

„Ich dachte, wir hätten eine starke bürgerliche Mitte, aber das ist nicht so“, sagt Hemens. Die Sinus-Studie, die die Gesellschaft in verschiedene Milieus einteilt, könne helfen, Bedürfnisse und Stärken von potentiellen Mitarbeitern zu erkennen und sich dementsprechend auszurichten. Die sozial-ökologischen seien offen für multikulturelle Gedanken und ihnen ist soziale Verantwortung wichtig. „Wenn ich diese Zielgruppe erreichen will, muss ich andere Punkte als Unternehmen ansprechen als bei den konservativ-traditionellen Bürgern, denen Traditionen wichtig sind.“ Diese Erkenntnisse seien somit für die Mitarbeitergewinnung wichtig, als auch für die Bewerbung von Produkten und das Erreichen neuer Kunden, resümiert Hemens. Sein Wunsch ist es, dem Einzelhandel die Ergebnisse der Sinus-Studie zur Verfügung zu stellen und die Unternehmer zu sensibilisieren. Das wolle er beim nächsten Ausbilderfrühstück im Frühjahr 2019 tun. „Die Neustädter haben eine überdurchschnittliche Kaufkraft. Und im Aueland haben wir viel Zuzug.“ Dadurch könne der „sozial-ökologische Aspekt“ an Bedeutung gewinnen, sagt Hemens. Auch für Jana Schadwinkel vom City-Management, die sich in Neustadt um die Innenstadtbelebung und um Veranstaltungen kümmert, behält die Studie interessante Erkenntnisse parat: „Die Ergebnisse kann man überall anwenden, wo man mit dem Endverbraucher in Kontakt ist. Zum Beispiel auch bei der Auswahl der Bands für das Stadtfest, um den richtigen Musikgeschmack der Besucher zu treffen.“ Denn sogar darüber gibt die Sinus-Studie Auskunft – über die Geschmäcker, Vorlieben und Freizeitbeschäftigungen der Neustädter.

Anzeige

Tipp: Die auf Neustadt und das Neustädter Land angewandte Sinus-Studie ist in der Stadtbibliothek einsehbar.

Von Marleen Gaida

Anzeige