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Neustadt Eilvese und Bordenau sind beim Dorfwettbewerb am Start
Umland Neustadt

Neustadt: Eilvese und Bordenau sind beim Dorfwettbewerb am Start

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18:15 07.01.2020
Nöpke war zuletzt 2018 beim Dorfwettbewerb dabei. Quelle: Susann Brosch
Neustädter Land

Zum Regionswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft stehen bisher zwei Dörfer aus dem Neustädter Land in den Startlöchern: Eilvese und Bordenau wollen die Herausforderung annehmen, sich im Sommer der Jury zu stellen. Schneeren und Mandelsloh/Amedorf, die auch Interesse signalisiert hatten, sagen hingegen für diese Runde ab.

Eilvese will mit Nachhaltigkeit punkten

„Wir haben lange Zeit vieles vorbereitet, jetzt sind schon etliche gute Projekte in Gang“, sagt Eilveses Ortsbürgermeisterin Christina Schlicker. Mit dem Verein Bürger für Eilvese und der neuen Initiative Eilvese nachhaltig, die sich vielfach auch um Insekten- und Klimaschutz dreht, sei es gelungen, auch viele junge Leute für die Projekte der Dorfgemeinschaft zu begeistern, sagt Schlicker. Neuester Plan ist die Gründung eines Vereins für solidarische Landwirtschaft, der auf einer gepachteten Fläche im Dorf eigenes Gemüse anbauen will. Mitte Januar soll es so weit sein.

Auch ein Dorfteichprojekt für Kinder gehörte zu den Eilveser Nachhaltigkeitstagen im Sommer. Quelle: Susann Brosch (Archiv)

Auch für das Sonderthema „Jung und Alt im Dorf – wie wollen wir künftig miteinander leben und wohnen?“ hat Eilvese einiges parat, etwa ein gut angelaufenes Projekt Nachbarschaft unter dem Dach der Kirchengemeinde. Dank erfindungsreicher Ideengeber, guter Stimmung und offener Strukturen werden bis zum Jurybesuch im Sommer sicherlich noch einige Überraschungen dazukommen.

In Bordenau übernimmt die Dorfwerkstatt

Ähnlich fröhlich sprudeln die Ideen derzeit in der Dorfwerkstatt Bordenau. Die Organisation hat im Mai 2019 ihr eigenes Domizil bezogen, die Begegnungsstätte am Birkenweg. Die jungen Mitglieder vom „Color my life!“-Partyteam und die älteren aus anderen Interessengruppen arbeiten dort schon gut zusammen – jetzt sollen auch noch die Kinder aus dem Dorf angesprochen werden, wie der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Hayek berichtet. Eine Hausaufgabenhilfe und ein Kinderkino sind in Planung.

Der Kunst- und Handwerkermarkt gehört zu den Erfolgsprojekten der Dorfwerkstatt in Bordenau. Quelle: Mirko Bartels (Archiv)

Die Dorfwerkstatt hat auch die Verantwortung übernommen, den Wettbewerb für Bordenau zu koordinieren. Mit rund 150 Mitgliedern aus ganz unterschiedlichen Bereichen werde das sicher gut gelingen, sagt Hayek. Auch Berührungspunkte mit den anderen Vereinen im Dorf sind reichlich vorhanden.

Schneeren setzt eine Runde aus

Schneeren hingegen hat sich nach erster Interessenbekundung entschieden, dieses Mal nicht mitzumachen. Die Zeit bis zum Sommer sei zu kurz, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, sagt Ortsbürgermeister Stefan Porscha (CDU). „Da machen wir lieber beim nächsten Mal mit und bereiten uns in Ruhe vor.“ In drei Jahren startet die nächste Runde auf Regionsebene. Die allgemeinen Themensetzungen würden ja von Runde zu Runde nicht allzu sehr abweichen – und zum aktuellen Sonderthema Jung und Alt hat Schneeren momentan keine großen Neuerungen anzubieten.

Mandelsloh/Amedorf fehlen junge Engagierte

Das hätten Mandelsloh und Amedorf durchaus: Mit einem neuen Generationenwohnprojekt, das gerade in Bau gegangen ist, mit einer geplanten Begegnungsstätte für Jung und Alt in der Schulmensa, und ohnehin schon lange mit dem Naturbad Franzsee. Dort mangelt es allerdings an frischen Kräften für die Umsetzung, wie Ortsbürgermeister Günter Hahn (UWG) in der Ortsratssitzung im Dezember feststellen musste. An zwei Treffen zur Vorbereitung im November und Dezember hätten jeweils nur wenige Teilnehmer aus der jungen Generation teilgenommen, berichtete Hahn bedauernd. „Das ist ein bisschen schade“, sagte er. Vielfach werde er auch angesprochen, in Mandelsloh müsste es mehr Aktivitäten für junge Leute geben. „Da kann ich den jungen Menschen nur antworten: Dann engagiert euch doch bitte auch“, sagte er.

Stadt nimmt weitere Meldungen an

Falls sich noch andere Dörfer für den Wettbewerb anmelden wollen: Die Stadt Neustadt bittet darum, sich möglichst bis Montag, 20. Januar, bei Christopher Schmidt vom Fachdienst Stadtplanung zu melden. Schmidt leitet die Unterlagen dann bis zum Anmeldeschluss am Freitag, 31. Januar, an die Region Hannover weiter.

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