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Neustadt Eine Bahnbrücke für Himmelreich und Eilvese?
Umland Neustadt Eine Bahnbrücke für Himmelreich und Eilvese?
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00:20 24.02.2019
Die Trogstrecke am Eilveser Balschenweg ist nur für Fahrzeuge unter 3,50 Meter Höhe passierbar. Quelle: Kathrin Götze
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Himmelreich/Eilvese

Stadt, Land und Bahn verhandeln über die Beseitigung weiterer ebenerdiger Bahnübergänge im Neustädter Land. Als nächste sind nach Plänen der Verantwortlichen Himmelreich und Eilvese dran. Einer ersten Idee zufolge könnten beide Übergänge mit einer einzigen Brücke bei Himmelreich ersetzt werden. Dazu gibt es in Eilvese allerdings noch reichlich Gesprächsbedarf.

Laut Stadtsprecherin Nadine Schley ist im Gespräch, bei Himmelreich eine Brücke über die Bahngleise zu errichten und diese als Ersatzstrecke zur Landesstraße 360 für den Schwerlastverkehr zu erklären. Dann würde die Eilveser Hauptstraße (bisher L 360) zur Gemeindestraße heruntergestuft, der bisherige Bahnübergang dort dann geschlossen. Wie aber Fußgänger und Radfahrer über das Gleis gelangen sollten, müsse noch geregelt werden. Der Autoverkehr könnte über die Trogstrecke am Balschenweg fahren.

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Probleme könnte es vor allem geben, wenn es zu einer Vollsperrung auf der Bundesstraße 6 käme, denn für Fahrzeuge mit mehr als 3,50 Metern Höhe ist die Durchfahrt der Trogstrecke nicht ausgelegt. Erst war noch vorgesehen, auch den Bahnhaltepunkt an den Balschenweg zu verlegen, doch das gibt das Gelände mit seinen steil abfallenden Böschungen nicht her. Auch mit der Trogstrecke als einziger Durchfahrt sähe Ortsbürgermeisterin Christina Schlicker etliche Probleme auf das Dorf zukommen. „Die Durchfahrtshöhe reicht auch für viele landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht aus“, sagt sie. Und den Bauern sei ein Umweg über Himmelreich sicher nicht zuzumuten.

Die Idee geht auf alte Pläne zurück, die Heinz Duensing aufgehoben hat. Der Eilveser Rentner war vor vielen Jahren Beauftragter der Bahn für die Beseitigung der höhengleichen Bahnübergänge. „Damals war eine Lösung mit Nutzung der Trogstrecke bereits baureif, aber das Land hat einen Rückzieher gemacht, wollte das nicht mitfinanzieren“, berichtet er. Auf die Ausmaße heutiger Fahrzeuge sei die Trogstrecke nicht mehr ausgelegt. „Da haben sich sogar schon mal zwei Busse festgefahren“, sagt Duensing.

Noch sei nichts beschlossen, versichert Stadtsprecherin Schley. Gespräche mit den Kooperationspartnern Bahn und Land sowie mit den Ratsfraktionen seien für Mitte März geplant. Wann eine solche Lösung umgesetzt werden könnte? „Darüber kann man noch gar nichts sagen“, sagt Schley.

Von Kathrin Götze