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Neustadt Feuerwehrgerätehaus in Otternhagen ist abgerissen
Umland Neustadt

Neustadt: Feuerwehrgerätehaus in Otternhagen ist abgerissen

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18:16 13.08.2019
Ein Haufen Schutt und eine Trafostation der Stadtnetze sind die einzigen Überbleibsel des Feuerwehrgerätehauses in Otternhagen. Quelle: Mirko Bartels
Otternhagen

Wo bis vor kurzer Zeit noch die Otternhagener Feuerwehr ihr Domizil hatte, ist nur noch ein großer Schutthaufen geblieben. „Die Reste des alten Gerätehauses sollen bis Mitte der Woche, zum Schuljahresbeginn, abgefahren sein“, sagt Martina Fachmann vom Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr. Einzig ein Trafohäuschen der Stadtnetze ist vom Abriss verschont geblieben. „Das war wohl schon vor dem Bau der alten Feuerwache vorhanden, wurde integriert und sollte jetzt stehen bleiben“, sagt Fachmann.

Weichen muss die Station auch zukünftig nicht: Die Bauplanung sieht vor, das neue, größere Gerätehaus so zu stellen, dass erneut Raum für den Stromverteiler bleibt. Während der Arbeiten an der Bodenplatte dürfen keine schweren Hämmer eingesetzt werden. Und der Bereich unter dem kleinen Gebäude wird extra abgetrennt, um eine Beschädigung der empfindlichen Elektronik im Inneren zu vermeiden.

Die Trafostation der Stadtnetze soll auch beim Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Otternhagen stehen bleiben. Quelle: Mirko Bartels

Schulungsräume fehlen

Ihre alte Wache an der Hauptstraße haben die Brandbekämpfer bereits im Juni verlassen und sind in die Scheune des Garten- und Landschaftsbaubetriebs Eliste von Feuerwehrmann Arne Stephan umgezogen. Sie müssen die rund einein­halb Jahre Bauzeit in diesem Provisorium überbrücken. „Das stellt uns schon vor die eine oder andere Herausforderung“, sagt Fachmann.

Innovative Lösungen seien gefragt, wenn es zum Beispiel um theoretische Einweisungen für die Ehrenamtlichen geht. Einen Mannschafts- oder Unterrichtsraum gibt es nicht – da muss die Leinwand für Beamervorträge schon mal an einem Radlader oder Gabelstapler befestigt werden. Eine weitere Besonderheit gibt es für die Aktiven, wenn die Fahrzeuge bewegt werden müssen: Sie können nur nacheinander ausfahren. Koordination sei gefragt, damit das Ausrücken zügig ablaufen kann. „Es funktioniert, bleibt aber ein Provisorium“, stellt die Sprecherin fest.

Weitere Herausforderungen gibt es im Winter: Einsatzkleidung kann in der ungeheizten Scheune nicht bleiben – die müssen die Einsatzkräfte zuhause lagern und für den Fall der Fälle bereit legen. „Das kann für eine Familie mit zum Beispiel vier aktiven Mitgliedern schon mal eng werden“, betont Fachmann, bei der genau dies der Fall ist. Bei Dauerfrost müsse auch eine Lösung für das Löschwasser im Fahrzeug gefunden werden.

Das alte Haus war zu klein

Notwendig wurden Abriss und Neubau, weil das alte Haus für die Fahrzeuge zu klein war und die Ausstattung den gesetzlichen Vorschriften und den Sicherheitsanforderungen bei weitem nicht mehr genügte. So beschränkten sich die sanitären Anlagen auf ein etwa einen Quadratmeter großes Unisex-WC. Zu Verzögerungen des Zeitplanes beim Abbruch sei es bislang nicht gekommen. „Die Ausschreibungen für den Rohbau laufen noch“, sagt Stadtsprecherin Pamela Klages. Der Baubeginn für das neue Gerätehaus ist für Ende September geplant. Läuft alles plangemäß, steht der Ortsfeuerwehr ihre neue Heimstatt im Sommer 2020 zur Verfügung.

Das Thema Neubau von Gerätehäusern wird Neustadt auf Jahre hinaus erhalten bleiben. Die Feuerwehr hat eine Prioritätenliste erarbeitet, in der die Reihenfolge der Modernisierungen festgelegt wird. In Eilvese und Neustadt wird bereits gebaut, im Anschluss an Otternhagen folgt unmittelbar Mandelsloh, danach Borstel.

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Von Mirko Bartels

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