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Neustadt Leinenetz: Versorger vertiefen Zusammenarbeit
Umland Neustadt Leinenetz: Versorger vertiefen Zusammenarbeit
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17:04 25.04.2019
Siegbert Hahnefeld (links) und Dieter Lindauer freuen sich über die gute Zusammenarbeit. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Garbsen

Jahrelang haben sie die Zusammenarbeit erprobt, bald kommt der nächste Schritt: Stadtnetze Neustadt und Stadtwerke Garbsen bauen ihre gemeinsame Leinenetz GmbH aus. Zum 1. Januar 2020 soll die Leinenetz Gesellschaft (LNG) Netzbetreiber für Strom, Gas und Wasser werden, übernimmt auch die Aufgaben für Wärme und Straßenbeleuchtung. Dafür werden rund 140 Mitarbeiter aus beiden Städten zuständig sein. Das ist ein großer Teil der Belegschaften: In Garbsen bleiben 17 Stadtwerke-Mitarbeiter für den Vertrieb zuständig – ähnlich viele Mitarbeiter haben die Stadtwerke Neustadt, die bereits vor der Zusammenarbeit den Netzbetrieb an die Stadtnetze ausgegliedert hatten.

Leinenetz besteht seit 2016

Bisher hatte die LNG seit ihrer Gründung 2016 nur Messwesen, Marktkommunikation, IT und Netzwirtschaft für beide Versorger geleistet, mit etwa 25 Mitarbeitern. Nun gehen Monteure, Techniker, Meister und weitere Verwaltungsmitarbeiter in den neuen Betrieb über – die Infrastruktur aber nicht. Die Stadtnetze Neustadt verpachten Strom-, Gas, Wasser- und Wärmenetze an die LNG, auf Garbsener Seite sieht es genauso aus. Diese Struktur habe man gewählt, damit beide Unternehmen erhalten bleiben, beide Kommunen weiter ihr Einflussrecht wahrnehmen können, sagt der Garbsener Stadtwerke-Geschäftsführer Siegbert Hahnefeld. Im sechsköpfigen Beirat der Leinenetz, der die Aufgaben eines Aufsichtsrats wahrnimmt, sind die Räte beider Städte vertreten, auch die Bürgermeister gehören ihm an.

Monteure bleiben in Kundennähe

Wie das Ganze letztlich strukturiert wird, welche Abteilung wo untergebracht, ist noch nicht abschließend geklärt. „Die Monteure bleiben aber, wo sie sind, die müssen ja schnell zu Kunden und Baustellen kommen“, sagt der Neustädter Geschäftsführer Dieter Lindauer. Für die Kunden habe die neue Gesellschaft Vorteile: „Mehr Mitarbeiter können sich die Aufgaben teilen und sich gegenseitig vertreten, wenn einer ausfällt“, sagt er. Im Verbund werde der Netzbetreiber damit auch ein attraktiverer Arbeitgeber. „In den technischen Berufen müssen wir uns da schon positionieren.“ Aktuell beschäftigen beide Versorger insgesamt fünf Auszubildende, wollen das auch beibehalten. Für ein duales Studium besteht eine Zusammenarbeit mit der Hochschule Weserbergland.

Aufgaben werden immer komplexer

Rund 100 Lieferanten nutzen die Netze in beiden Städten, dazu kommen rund 1500 Einspeiser vor Ort mit eigenen Photovoltaik- oder Windkraftanlagen. Jedes Kilowatt muss genau erfasst, dokumentiert und abgerechnet werden. Auch für zukünftige Aufgaben wie die intelligente Steuerung von Stromverbrauch und Digitalisierung sei man gemeinsam besser aufgestellt.

Nach den ersten Jahren Leinenetz seit 2016 wisse man, dass man einander vertrauen und gut zusammenarbeiten könne, sagen Lindauer und Hahnefeld, die sich in der neuen Gesellschaft die Geschäftsführung teilen. Im Dezember haben sich die beiden Aufsichtsräte und der Beirat der LNG für die Erweiterung der Zusammenarbeit ausgesprochen, die Räte beider Städte haben sie ebenfalls abgesegnet. Eine weitere oder gar vollständige Fusion sei momentan kein Thema, sagt Lindauer. „Wir wissen natürlich nicht, zu welchen Ideen der Gesetzgeber noch kommt, um die Netze zu regulieren.“

Von Kathrin Götze

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