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Neustadt „Wir können nicht die Welt verändern“: Gemeinwohl-Ökonomie-Gruppe fängt mit kleinen Schritten an
Umland Neustadt

Neustadt: Gemeinwohl-Ökonomie-Gruppe fängt mit kleinen Schritten an

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18:15 07.11.2019
Die Gemeinwohl Ökonomie (GWÖ) Gruppe Neustadt unterhält sich mit Manfred Sanftleben, dem GWÖ Regionalgruppen-Koordinator aus Nienburg. Quelle: Carola Faber
Neustadt

Die Gemeinwohl-Ökonomie-Gruppe (GWÖ) in Neustadt besteht seit zehn Monaten, inzwischen gehören ihr zwölf aktive Mitglieder an. Am Goldenen Sonntag präsentierte sie sich erstmals in Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Laden an der Mittelstraße. Sie hat sich den Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft auf die Fahnen geschrieben, will Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung als Gemeinwohl-Werte in Wirtschaft und Gesellschaft bringen.

„Nicht gleich die ganze Welt verändern, aber in Neustadt anfangen“

„Der europäische Wirtschafts-und Sozialausschuss hat die GWÖ als geeignetes Modell für die EU-Mitgliedsstaaten erklärt“, heißt es auf dem Flyer der nun gegründeten Regionalgruppe Neustadt. „Wir können nicht gleich die ganze Welt verändern, aber wir können hier in Neustadt anfangen. Wir möchten aktiv einiges bewirken. Dazu gehört die vermehrte Begrünung der Innenstadt und mehr Sitzgelegenheiten“, sagt Maren Pauselius-Gallon. „Ich könnte mir zum Beispiel am Bahnhof als Tor zur Innenstadt sehr gut eine begrünte Allee vorstellen. Wenn das Pflanzen von Bäumen dort nicht möglich ist, könnten es auch Pflanzenkübel sein“, sagt Christa Möller. „Kleine Brötchen backen“, lautet der Titel einer Geschichte, die die Neustädter Gruppe auf ein Infoblatt zu ihrem Engagement drucken will.

Nienburger berichtete von Erfahrungen dort

Manfred Sanftleben, GWÖ Regionalgruppen-Koordinator aus Nienburg, berichtet aus der Arbeit dort. Quelle: Carola Faber

Im Mittelpunkt des Treffens stand ein Vortrag von Manfred Sanftleben, dem Koordinator der GWÖ-Regionalgruppe aus Nienburg. Der ehemalige Lehrer berichtete über die Arbeit der Gruppe in seiner Stadt. „In Nienburg werden die Geschäftsleute gebeten, Stühle vor ihre Türen zu stellen. In Neustadt müssen die Geschäftsleute zahlen, wenn sie für Passanten oder Kunden beispielsweise eine Bank am Eingang aufstellen. Man kann sich durchaus von anderen Städten inspirieren lassen“, sagt der Koordinator, und ergänzt: „Es ist schon später als fünf vor zwölf. Unsere Lebensweise hat katastrophale Auswirkungen auf die Natur. Wir müssen die Firmen überzeugen, dass sie ihre Bilanz für das Gemeinwohl ergänzen. Es muss aber alles freiwillig sein.“

Informationen am Weihnachtsmarktstand

Die GWÖ-Gruppe Neustadt wird voraussichtlich am 11. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt am Stand der Vereine informieren. Weitere Infos sind erhältlich unter www.ecogood.org/de/aktiv-werden oder per E-Mail an gwoe-nrue@web.de.

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