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Neustadt Gerätewagen Küche kommt bei der Feuerwehr gut an
Umland Neustadt Gerätewagen Küche kommt bei der Feuerwehr gut an
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00:19 06.05.2019
Getestet und für gut befunden (von links): Poggenhagens Ortsbrandmeister Jan-Patrique Ellermann, Ingo Kussmann, Manfred Dangers und die stellvertretende Ortsbrandmeisterin Anja Kussmann im neuen "Gerätewagen Küche". Quelle: Kathrin Götze
Poggenhagen

Es duftet nach Gulaschsuppe: Mit einem Probekochen zur Dienstbesprechung am Donnerstag haben die Fachleute von der Verpflegungstruppe einen neuen Küchenwagen in Betrieb genommen. Von dem nagelneuen, rund 10 Meter langen Wagen aus können bis zu rund 150 Feuerwehrleute im Einsatz verpflegt werden. Die entsprechende Abteilung der Bereitschaft ist bei der Feuerwehr Poggenhagen angesiedelt.

Künftig müssen Manfred Dangers, Ingo Kussmann und ihr Team also nicht immer erst Zelte aufbauen und einrichten, bevor sie die Verpflegung für die Kollegen im Einsatz herstellen können. Damit wird die Arbeit deutlich unkomplizierter. „Hier habe ich eine große Kipp-Bratpfanne, in der ich das Fleisch gut anbraten und dann gleich Flüssigkeit angießen kann, sehr praktisch“, sagt Kussmann zufrieden und rührt in seiner Gulaschsuppe.

Der neue Gerätewagen Küche der Regionsfeuerwehr kommt beim Küchenteam in Poggenhagen gut an. Die Verpflegungseinheit kann damit bis zu 150 Feuerwehrleute bei langen Einsätzen bekochen.

Gut 30 Kilo Fleisch, 20 Kilo Zwiebeln, je fünf Kilo Paprika und Champignons gehören zum Rezept, wenn Kussmann für 150 Leute Gulaschsuppe zubereitet. „Bei richtigem Gulasch brauchen wir noch 100 Gramm Fleisch mehr pro Person“, sagt Manfred Dangers, der in der Verpflegungstruppe den logistischen Part übernimmt, „ohne Mampf kein Kampf.“ Geschnippelt wird dann nicht mehr, die Zutaten werden vielfach tiefgekühlt eingekauft. Ein kleines Kernteam arbeitet in der Küche, wenn die Feuerwehr bei längeren Großeinsätzen verpflegt werden muss. „Mit mehr als drei oder vier Leuten würde man sich hier auch nur auf den Füßen stehen“, sagt Kussmann und weist auf den schmalen Gang, der durch den Wagen führt. Beim Verteilen des Essens hilft meist ein Frauenteam, alle sind bestens aufeinander eingespielt.

Hygienefreundliche Edelstahlflächen ohne Ritzen und mit runden Abschlüssen, ein Fußboden, der ebenfalls leicht zu reinigen ist, ein Konvektomat, in dem vorgekochtes Essen vor dem Servieren erwärmt werden kann, ein eigener Gasvorrat, eine leise Notstromversorgung für die Kühlschränke und eine praktische Ausgabeklappe, an der die Feuerwehrleute ebenerdig anstehen können, statt noch eine Treppe zu benutzen – all das erfreut die freiwilligen Helfer, die den Wagen künftig nutzen. Schwierig finden sie allerdings, dass die Wasserversorgung jeweils von außen gelegt werden muss. Die Region hat fünf identische „Gerätewagen Küche“ für die Bereitschaft in den verschiedenen Brandschutzabschnitten rund um Hannover angeschafft, und jeweils mit den Teams vor Ort die Einrichtung abgestimmt.

Offizielle Übergabe der fünf Autos, die insgesamt 1,5 Millionen Euro gekostet haben, war am Freitag, 26. April, in Hannover, inzwischen ist der Wagen in Poggenhagen angekommen –er bleibt aber im Besitz der Region Hannover. Wenn das neue Feuerwehrzentrum in Neustadt erst einmal fertig ist, soll er dort seinen Unterstellplatz bekommen. Bis dahin muss es eine provisorische Lösung tun. Man sei mit der Firma Regiobus und der Ortsfeuerwehr Poggenhagen in Verhandlungen, sagt Stadtsprecher Stefan Bark.

Von Kathrin Götze

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