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Neustadt Gymnasiasten müssen zwischen Baustellen lernen
Umland Neustadt

Neustadt: Gymnasiasten lernen zwischen Baustellen

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18:33 15.08.2019
Der Abriss der Turnhalle am Gymnasium schreitet voran. Einige kleine Gebäudeteile sind bereits verschwunden. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Dieses Schuljahr am Gymnasium Neustadt wird anders verlaufen als üblich – schon wegen der Baustelle vor der Tür, wo aktuell die Sporthalle abgerissen wird. Das marode Bauwerk soll mit einem Neubau ersetzt werden. In den nächsten Jahren wird die Schule wohl stetig von Baustellen umgeben sein. Zunächst müssen bis zum nächsten Sommer etliche weitere Unterrichtscontainer her, denn dann gibt es einen Jahrgang mehr an der Schule. Die Umstellung von der zwischenzeitlich verkürzten Abiturientenlaufbahn G8 auf wieder neun Jahre Gymnasium wird dann perfekt.

Abitur fällt in diesem Jahr aus

Das bringt mit sich, dass am Gymnasium in diesem Jahr kein Abitur geschrieben wird: Die Zwölftklässler, die nach alter Zählung im nächsten Frühjahr dran wären, haben ja nun doch einen 13. Jahrgang vor sich. Daraus ergibt sich der erhöhte Platzbedarf. „Wir haben vor den Ferien unsere Hausaufgaben abgeliefert und den Raumbedarf für die Stadtverwaltung aufgeschrieben“, sagt Schulleiter Reinhard Sell.

Gymnasium braucht sechs weitere Unterrichtsräume

Nun hoffe er, dass alles wie geplant klappt. Sechs weitere Unterrichtsräume für die Oberstufenschüler werde man wohl brauchen. Auf dem Parkplatz an der Gaußstraße stehen bereits neue Container. Diese ersetzen die alten, die zuvor an der Sporthalle platziert waren und bei dieser Gelegenheit ausgetauscht werden. Der zuständige Fachbereichsleiter Jörg Homeier habe von Gymnasium und KGS den zusätzlichen Raumbedarf erfragt, sagt Stadtsprecherin Pamela Klages. Die notwendige Vorlage werde aktuell erarbeitet und soll zügig zur Entscheidung vorliegen. „Es wird dann ja auch anderswo Bedarf an Containern geben, deshalb wollen wir den Auftrag zeitig erteilen“, sagt Klages.

Großer Umbau braucht noch Zeit

Doch der ganz große Umbau steht der Schule erst später bevor: Wenn erst das alte Hallenbad abgerissen ist („Hoffentlich klappt das auch einmal in Ferienzeiten“, sagt Sell), wird voraussichtlich von der Lindenstraße her das neue Schulgebäude wachsen. Wie es aussehen soll und wann der Bau beginnt, steht noch in den Sternen. Die Schule hatte im April ein Konzept für die Gestaltung vorgelegt, an dem Lehrer, Schüler und Eltern mitgearbeitet haben. Demnach sollen sich um einen Eingangsbereich, das „Herz der Schule“, zahlreiche Raumkomplexe für die verschiedenen Jahrgänge und die verschiedenen Fachrichtungen anordnen.

Masterplan für Schulbau ist in Arbeit

Um den Raumbedarf dafür planerisch abzubilden und dabei auch zu berücksichtigen, wo die benachbarte Leine-Schule mit eingebunden werden kann, arbeite das Architekturbüro Drees und Sommer aktuell an einem Masterplan, sagt Stadtsprecherin Klages. Die Koordination der Baustelle mit den Unterrichtszeiten dürfte logistische Kärrnerarbeit werden. „Mal sehen, wann es so weit ist“, sagt Schulleiter Sell. „Ich hoffe, bis zu meinem Ruhestand in sechs, sieben Jahren kann ich noch etwas vom Ergebnis sehen.“

<<Von der Sporthalle stehen nur noch löchrige Wände

Nahe dem Eingang zum Gymnasium wird schon seit Wochen schwer gearbeitet. Bauzäune umschließen das Areal zwischen der Gauß- und Lindenstraße und verhindern die Passage an dieser Stelle. Innerhalb des gesperrten Bereichs tun Bagger ihren Dienst. Sie haben die ersten Gebäudeteile der entkernten, alten Sporthalle bereits entfernt, jetzt geht es ans Sortieren. Stahl, Beton und eventuell noch anfallender Sondermüll werden in Container und Säcke gepackt, um getrennt entsorgt zu werden. Die großen Löcher der ehemaligen Fensterflächen geben den Blick ins Innere frei.

Einige Meter neben dem Abbruchgelände wird bereits neu gebaut: Die Wärmeübergabestation des Blockheizkraftwerks in der Turnhalle ist stillgelegt. Eine neue Station steht neben dem Gymnasium, nimmt zur nächsten Heizperiode ihren Betrieb auf. Zurzeit arbeiten noch Dachdecker an dem kleinen Gebäude, doch es wird bald fertig sein.

Der Abriss hingegen verzögert sich noch ein wenig. Im Kriechkeller der Sporthalle habe man asbesthaltiges Material gefunden, das erst noch entsorgt werden musste, berichtet Stadtsprecherin Pamela Klages. Deshalb werde der Abriss voraussichtlich doch bis in die erste Septemberwoche dauern – eigentlich sollte er mit Ferienende abgeschlossen sein.

Die Baustelle bleibt abgesperrt, wie Klages weiter berichtet. Aber ein Durchgang zwischen Linden- und Gaußstraße werde wieder geöffnet, sodass Schüler und Lehrer des Gymnasiums auch auf dem alten Hallenbad-Parkplatz parken können.

Von Kathrin Götze

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