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Neustadt Gymnasium soll Schule der Zukunft werden
Umland Neustadt Gymnasium soll Schule der Zukunft werden
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08:00 27.04.2019
Futuristisch mutet derzeit vor allem die Mensa an, die das Gymnasium gemeinsam mit der Leine-Schule nutzt. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Es wird eines der Schlüsselprojekte der nächsten Jahre in der Stadt: Lehrer, Schüler und Eltern haben jetzt ein Konzept für die räumliche Gestaltung des neuen Gymnasiums vorgelegt. Dabei sind neue pädagogische Ideen eingeflossen. Um einen Eingangsbereich, der als „Herz der Schule“ mit Bibliothek und Ausstellungsflächen gestaltet werden soll, werden demnach zahlreiche verschiedene Raumkomplexe angeordnet.

Jahrgänge bekommen eigene Bereiche

So soll jeder Jahrgang einen eigenen Bereich bekommen, in dem Klassen- und Teamräume sowie Toiletten und eine Teeküche um einen frei und flexibel nutzbaren „Marktplatz“ als „Ermöglichungsraum“ angesiedelt werden, wie es im Konzept heißt. Die Schüler sollen für die Ordnung in ihrem Bereich jeweils selbst sorgen, was das eigenverantwortliche handeln stärken soll. Ähnlich funktionieren die jeweiligen Fachbereiche für Naturwissenschaften, Kunst, Musik und Darstellendes Spiel. Auch eine Lehrküche, ein Schulgarten und Räume für Tierhaltung sind angedacht, außerdem zahlreiche Nebenräume als Lagerflächen und für technische Einrichtungen.

Kooperationen bestehen weiter

Eine Bühne wie die bisherige sollte es weiterhin geben, die Partnerschaften der Schule mit dem Theater- und Konzertkreis (TKK) sowie der Artothek des Kunstvereins sollen weiter bestehen, die Partner werden in die Planung einbezogen. Der Sporthallen-Neubau ist schon vorab in Planung, auch da arbeitet die Stadt mit einem Kooperationspartner zusammen, dem TSV Neustadt. Auch die Mensa, die gemeinsam mit der Leine-Schule genutzt wird, bleibt bestehen und wird ins Konzept eingearbeitet.

Moderne, naturnahe Bauweise

Die futuristische Gestaltung der Mensa gibt die moderne Bauweise vor, die auch der Rest der Schule nach dem Wunsch der Konzept-Autoren bekommen soll. Allerdings sehen sie Naturnähe als wichtig an, der Blick ins Grüne und die Nutzung von Tageslicht soll eine große Rolle spielen, ein modernes Energiekonzept gilt als selbstverständlich, ebenso wie die Barrierefreiheit. Dass an vielen Stellen PC-Arbeitsplätze vorgesehen sind und das gesamte Gebäude mit starkem und flächendeckenden W-Lan ausgestattet werden soll, gehört zum zukunftsfähigen Gedanken.

Erschließung von der Lindenstraße aus

Gedacht ist daran, die Schule von der Lindenstraße aus zu erschließen, denn der Neubau soll am gleichen Ort entstehen. Auf dem Grundstück des ehemaligen Hallenbades und des zugehörigen Parkplatzes könnte auch schon gebaut werden, während nebenan im Altgebäude der Unterricht weiter läuft.

Als Vorbereitung für das gut 60 Seiten umfassende Konzept haben Vertreter des Planungskreises und der Stadtverwaltung verschiedene neue Schulgebäude besichtigt, sind vom Schmuttertalgymnasium in Diedorf bei Augsburg bis zum Ørestad-Gymnasium in Kopenhagen gereist und haben Anregungen gesammelt. Wie sich all das umsetzen lässt, muss nun mit Architekten und Politik weiter ausgearbeitet werden.

Von Kathrin Götze

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