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Neustadt Jugendkunstschule kämpft um Fördergeld
Umland Neustadt

Neustadt: Jugendkunstschule kämpft um Fördergeld

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13:01 26.11.2019
In der Weihnachtswerkstatt der Jugendkunstschule entstanden: Figuren aus Papprollen. Quelle: Andrea Grams
Neustadt

Die Jugendkunstschule Neustadt (Juku) will wieder mehr in Erscheinung treten. Seit einigen Jahren ist es ruhig geworden um die Institution, die von einem Verein getragen wird – und Konkurrenzinstitutionen wie die Volkshochschule und private Kunstschulen machen ebenfalls kreative Angebote. Das ist auch der Politik nicht entgangen. Der Rat hat die Jugendkunstschule jetzt vor Bewilligung weiterer Zuschüsse aufgefordert, sich neu aufzustellen und der Klientel weitere Angebote zu machen.

Vorsitzende: Finanzielle Unabhängigkeit ist unerreichbar

Die Stadt übernimmt aktuell die Miete für die Räume im alten Schulgebäude an der Lindenstraße 13 in Höhe von 15.000 Euro, zudem finanzierte sie zuletzt auch die Kosten für Bürokraft Ute Haupt mit 7000 Euro im Jahr. Die Vereinsvorsitzende Gabriela Ulrich-Pfeifenbring hatte im Mai die Arbeit der Institution im Kultur- und Sportausschuss vorgestellt. Die Jugendkunstschule werde wohl niemals finanzielle Unabhängigkeit erreichen, so lautete das Fazit, das die Zuhörer dem Vortrag entnahmen.

Verwaltung vermisst die Öffentlichkeitsarbeit

Diese Aussage sei aber wohl etwas zu einfach, schreibt die Stadtverwaltung nun in der Drucksache für den Rat. „Als wichtiger Aspekt einer Planung der Zukunft fehlte bislang die Öffentlichkeitsarbeit der Juku, zum Beispiel auf Stadtfesten, als Stand oder Show-Act auf der Bühne, in sozialen Medien und so weiter“, heißt es darin. Damit gehe auch die Akquise von Sponsoren und Spendern einher, eine Bürokraft könnte zum Beispiel doch besser aus Spenden finanziert werden als aus Steuergeld.

Stellvertreterin Grams kümmert sich um neue Impulse

Diese Vorgaben will der Trägerverein jetzt umsetzen. In einer Versammlung im November haben die Mitglieder Andrea Grams zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Sie gibt Kurse in der Jugendkunstschule und versteht sich vor allem auf Fotografie und Skulpturen. Zudem ist sie gut vernetzt, nicht nur über das Kulturnetzwerk Neustadt. Grams hat auch angekündigt, sich nun um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern.

Kinderrechts-Kunstwerk wird am Sonntag enthüllt

Nächster öffentlicher Termin der Juku ist die feierliche Enthüllung des dritten Kunstwerks zur Straße der Kinderrechte in Mandelsloh. Das Werk, das drei Schülerinnen des Gymnasiums entworfen haben, wird am Sonntag, 1. Dezember, um 13.30 Uhr auf seinem Standplatz vor der St.-Osdag-Kirche enthüllt – nach dem mittäglichen Gottesdienst ist das der Auftakt zum Weihnachtsmarkt in dem Dorf. Weitere Kunstwerke des Projekts, das die Jugendkunstschulen aus Neustadt, Wunstorf und der Wedemark gemeinsam betreiben, stehen an der Waldbühne in Otternhagen und vor dem Balneon in der Kernstadt.

Weihnachtswerkstatt öffnet an Adventssonnabenden

In ihrem offenen Atelier bietet die Jugendkunstschule an drei Sonnabenden vor Weihnachten so genannte heimliche Bastelstunden an, in denen Kinder Geschenke herstellen können. Die weihnachtliche Papierwerkstatt öffnet am Sonnabend, 30. November, dann können die jungen Teilnehmer bei Kakao, Tee und Keksen Adventsgeschichten hören und dabei kleine Winterlandschaften aus Papier und Draht erschaffen.

„Upcycling“, die sinnreiche Verwertung von Abfällen, ist das Motto am Sonnabend, 7. Dezember. Dabei entstehen etwa aus Tetrapaks wie Milch- oder Safttüten hübsche und praktische Gegenstände. Anhänger aus Speckstein oder lustige Figuren und andere schöne Dinge aus Papprollen basteln die Kinder am Sonnabend, 14. Dezember.

Die Werkstätten sind immer von 10.30 bis 12.30 Uhr geöffnet, die Teilnahme kostet jeweils 10 Euro. Dazu kommen Materialkosten nach Verbrauch in Höhe von maximal 4 Euro. Die Kinder sollten Taschen oder Beutel mitbringen, um ihre Werke ungesehen nach Hause transportieren zu können.

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