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Neustadt Junge Feuerwehrleute bestehen Prüfungen
Umland Neustadt

Neustadt: Junge Feuerwehrleute bestehen Prüfungen 

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17:14 11.07.2019
Ausrüstung sammeln nach Anfangsbuchstaben: Verena Rothenburger von der Gastfeuerwehr aus Northen (Gehrden) prüft Connor (13) aus Luthe. Quelle: Kathrin Götze
Suttorf

Nach den Kinderfeuerwehren sind jetzt die Jugendlichen dran: Sie verleben eine bunte Woche mit Spiel und Spaß am Suttorfer Sportplatz. Doch die 432 Jugendlichen im Abschnittszeltlager der Jugendfeuerwehren mehren auch ihr Wissen über ihr Ehrenamt: Mit 135 Prüfungen zur Jugendflamme Eins und 67 Prüfungen zur Jugendflamme Zwei (für Fortgeschrittene) zeigen die Nachwuchsfeuerwehrleute aus Garbsen, Wunstorf und Neustadt, dass sie ihn Fragen zu Notfällen und Löscheinsätzen firm sind und auch sportliche Herausforderungen meistern.

Einige Geprüfte zeigten auch, dass sie zumindest Schwerpunkte setzen können: „Das Kugelstoßen lief bei mir nicht so gut, aber in der Theorie habe ich überall null Fehler“, berichtet der 13-jährige Connor aus Luthe. Dennoch: Sportliche Fitness wird später im Einsatz gebraucht, deshalb ist dieser Teil unverzichtbar für die Prüfungen.

Sportliche Turniere gehören zum Lageralltag

Für den Alltag im Zeltlager gilt sowieso: Fast jeden Tag steht ein sportliches Turnier auf dem Plan. Völkerball für die Jüngeren, Ultimate Frisbee für die Älteren – so stand es auf dem Plan für den Mittwochnachmittag nach den Prüfungen.

Der ehemalige Ortsbrandmeister Heiko Degering steckte gemeinsam mit Benedikt Reiner auf der Wiese hinter dem Fußballplatz vom SV Eintracht Suttorf die Spielfelder mit Maurerschnur ab, um anschließend mit dem Markierwagen die Linien zu ziehen. Zuvor hat sie ein anderes Team bereits mit Flatterband abgesteckt, doch Degering will lieber auf Nummer sicher gehen. „Vor Jahren habe ich mal gesehen, wie sich ein Spieler beim Sturz an einem Erdnagel das Bein aufgerissen hat – die Narbe hat er heute noch.“

Sicherheit hat bei den Fachleuten hohen Stellenwert

Sicherheit geht vor, dafür sind Feuerwehrleute Spezialisten. Auch bei der Jugendflammeprüfung müssen die Absolventen erläutern, wie ein Feuerwehrauto bei einem Einsatz auf der Landstraße abgesichert wird – Lichtsignale und Warnblinker an, mit der Warnweste auf der vom Verkehr abgewandten Seite aussteigen, Warndreieck und Leitkegel aufstellen. „Wie weit vom Fahrzeug muss die Sicherung stehen, wenn wir außerhalb der Ortschaft sind?“, fragt Prüfer Rico Stickan. „200 Meter“, weiß die 13-jährige Emma. Und innerhalb der Ortschaft? Emma zögert. „Na, so schwer ist das nicht“, hilft der Prüfer. „Ach – 100 Meter“, sagt Emma schnell und richtig.

Übungen, um Einsatzgerätschaften kennenzulernen

Gleich in der Nähe steht ein weiterer Feuerwehrwagen, gut bestückt mit Einsatzmaterialien. Der zwölfjährige Philip und der 13-jährige Connor von der Feuerwehr Luthe haben die Aufgabe, nach Anfangsbuchstaben passende Gerätschaften zu finden. Als Connor mit einem B-Schlauch aufwartet, fragt Prüferin Verena Rothenburger nach: „Und, was ist der Unterschied zu einem A-Schlauch?“ Connor weiß Bescheid: „Beim A-Schlauch ist der Durchmesser größer.“

Jugendflammeabzeichen vor großem Publikum verliehen

Auch der 13-jährige Ole aus Basse hat gut abgeschnitten. „Ich hatte zwar einige Fehlzeiten im Dienst, aber es hat doch alles gut geklappt“, sagt er zufrieden. Im Lager hat er gleich die Prüfungen zur Jugendflamme Eins und Zwei an einem Tag absolviert. Am Abend bekommen die Absolventen ihre Abzeichen in einer Feierstunde überreicht. Mit reichlich Publikum, denn am Mittwoch war Besucherabend im Zeltlager. „Da kommen die Eltern, gern auch mal die Großeltern“, erläutert der neustädter Jugendfeuerwehrwart Christian Schwertner.

Betreuer und Helfer opfern ihren Urlaub

Gemeinsam mit den Kollegen Sebastian Thies aus Wunstorf und Constantin Mateescu aus Garbsen und ihren Teams hat er das Lager organisiert. „Die Planung hat im September begonnen, der Aufbau am Dienstag vor acht Tagen“, sagt er. 166 Betreuer und 82 Helfer sind am Gelingen des Lagers beteiligt, alle arbeiten ehrenamtlich. „Man opfert seinen Urlaub für die Gemeinschaft – aber es macht auch wirklich Spaß, wenn dann alles läuft“, sagt Schwertner. Dass dieser Einsatz aller Ehren wert ist, honorieren auch die Bürgermeister der drei Städte, die dem Lager am Donnerstag einen Besuch abstatteten. Und Garbsens Jugendwart Mateescu bekam am Mittwochabend die Floriansmedaille der niedersächsischen Jugendfeuerwehr für sein langjähriges Engagement.

Jugendflamme, Sport, Spiel und Spaß – all das spielt eine Rolle beim Abschnittszeltlager der Jugendfeuerwehren. Dahinter, dass alles so locker läuft, steckt gewaltig viel Organisation.

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Von Kathrin Götze

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