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Neustadt Kanal unter der Landwehr wird saniert
Umland Neustadt Kanal unter der Landwehr wird saniert
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16:02 20.02.2019
An der Einmündung der Königsberger Straße liegt der Kanaldeckel mitten im Kreuzungsbereich. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

Auch wenn die Straßensanierung zunächst verschoben ist: Der Schmutzwasserkanal unter der Landwehr wird in den nächsten Wochen erneuert. Gegraben wird dabei zwar nicht, aber es kann in den vier Wochen ab Mittwoch, 27. Februar, immer mal wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen, wie der städtische Verkehrskoordinator Benjamin Gleue mitteilt.

Auf den gut zwei Kilometern Kanal zwischen westlichem Stadtrand und Bahn-Unterführung sollten Wurzeleinwüchse und andere Undichtigkeiten im so genannten Inliner-Verfahren beseitigt und abgedichtet werden, sagt Gleue. Das heißt, ein Schlauch aus glasfaserverstärktem Kunststoff wird in den vorhandenen Kanal eingelegt. Der mit Harz getränkte Glasfaserschlauch wird von außen in den jeweiligen Schacht eingeführt, aufgeblasen und dann mit UV-Licht ausgehärtet, wie der Koordinator schildert. So könnten die Steinzeugrohre wieder abgedichtet werden, ohne dafür eigens die Straße aufzureißen. Die Kosten für die Erneuerung liegen bei rund 288.000 Euro.

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Die Arbeiten beginnen am Ortsausgang, dann wandert die Baustelle Stück für Stück weiter Richtung Zentrum, bis zur Bahnunterführung. Wo weniger Autos fahren, kann der Verkehr noch um die Baustellen herum geleitet werden. Ab dem Kuhlager stadteinwärts werden dann aber Baustellenampeln nötig sein, wie Gleue sagt.

Besonders starke Auswirkungen wird es bei der Arbeit an der Kreuzung Königsberger Straße geben – der Kanalschacht dort liegt mitten auf der Kreuzung. Während der Arbeiten dort –voraussichtlich Ende März – werden Ein- und Ausfahrt in die Königsberger Straße nicht möglich sein, sagt Gleue. Wegen des starken Verkehrsaufkommens dort (14.000 Fahrzeuge) muss ein Sicherheitsposten aufgestellt werden, der die Baustellenampel per Hand steuert. Nur so könne verhindert werden, dass sich Rückstaus bis zur Kreuzung der Bundesstraße 442 (Nienburger/Wunstorfer Straße) bilden.

Bei starkem Verkehrsaufkommen hätten die aus Richtung der B 442 kommenden Fahrzeuge stets Vorrecht, sagt Gleue. Wer aus Westen kommt, müsse entsprechend länger warten. Für diese Fahrer ist es aber auch möglich, über die Verbindung Am Kuhlager/Memeler Straße auszuweichen, um beispielsweise zur Nienburger Straße und von dort aus zur B-6-Auffahrt Himmelreich zu gelangen. Zur Wunstorfer Straße müsste man dann entsprechend über die Siemensstraße ausweichen.

Von Kathrin Götze