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Neustadt Mehrere tausende Besucher schauen sich das neue Feuerwehrzentrum an
Umland Neustadt

Neustadt: Mehrere tausend Besucher kommen zum Feuerwehrzentrum

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16:00 26.09.2021
Wasserrettung, Einsatzfahrzeuge, Martinshorm: Auch von außerhalb kamen Besucher, um sich das neue Feuerwehrzentrum in Neustadt anzuschauen.
Wasserrettung, Einsatzfahrzeuge, Martinshorm: Auch von außerhalb kamen Besucher, um sich das neue Feuerwehrzentrum in Neustadt anzuschauen. Quelle: Patricia Chadde
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Neustadt

Üblicherweise wird die Feuerwehr gerufen, weil ein Notfall vorliegt. Am Sonnabend war es mal anders. Dieses Mal kamen die Besucher zur Feuerwehr beziehungsweise in das neu erbaute Feuerwehrzentrum an der Wunstorfer Straße. Von 10 bis 16 Uhr präsentierten sich Stadt Neustadt, Region Hannover und die Feuerwehren von Stadt und Region bei einem Tag der offenen Tür.

Das Angebot aus Information, Vorführungen und Unterhaltung lockte mehrere tausend Interessierte. Merle aus Hildesheim kam mit Sohn Jonathan (4). Katrin Voigt musste nur über die Straße gehen, und erkundete mit drei weiteren Erwachsenen und vier Kindern das Areal. Erst nach vier erlebnisreichen Stunden machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg. „Das Angebot war hochinteressant – für alle“, sagte Voigt.

Historische Fahrzeuge zum Anschauen

Arielle Tchamda fand die Wasserrettung und die Drehleiter „spektakulär“. Kinder, wie Alen (4) Milan und Tobi (beide 6) schaufelten lieber ganz praktisch Sand in Säcke, wie es die Großen machen. Oder machten. Denn die neuen, aufblasbaren Barrieren gegen steigende Fluten zählen zu den Neuanschaffungen der Region Hannover.

An diesem Tag durften Kinder im Feuerwehrzentrum „mitarbeiten“ und löschen, Sandsäcke füllen oder im Einsatzfahrzeug Platz nehmen. Informationen und Vorführungen gab es ebenfalls.

Auch historische Fahrzeuge, wie der LF 25, Baujahr 1942, konnten in Augenschein genommen werden. Auf dem Fahrzeugdach sind klappbare Holzleitern befestigt, davor stand Johann Przyklenk als Mitglied der Altersabteilung von Neustadts Ortsfeuerwehr. „Das Fahrzeug war noch beim Hochwasser im Silbernkamp im Einsatz“, berichtet er.

Wenige Meter weiter hat Mia den Fahrersitz des modernen Einsatzfahrzeugs erklommen und umfasst das Lenkrad mit einer Spur von Ehrfurcht. Für die Vierjährige steht fest, dass sie auf jeden Fall in die Kinderfeuerwehr eintreten wird, wenn sie alt genug dafür ist.

Mit dem Boot aufs Steinhuder Meer

Steinhudes Ortsfeuerwehr stellte ihr Luftkissenboot vor. Im zurückliegenden Winter konnten Retter damit zu einem Eisloch im Steinhuder Meer gelangen. Man befürchtete, dass dort ein Spaziergänger eingebrochenen war, aber der Helikopter war verhindert. „Zum Glück war das ein Fehlalarm“, berichtet Michael Herrmann vom Hooverboot-Einsatz und räumt noch mit einem Vorurteil auf: „Theoretisch ist eine Geschwindigkeit von 150 Kilometer pro Stunde möglich, tatsächlich sind wir mit Tempo 50 unterwegs.“

Auch Marvin Brandt von der Ortsfeuerwehr Rehburg ist vom Tag der offenen Tür in Neustadts Feuerwehrzentrum begeistert. Mit sieben Kameradinnen und Kameraden war er auf Erkundungstour. Gegen 15.30 Uhr löschten sie dann selbst – ihren Durst.

Von Patricia Chadde